Reise zur Osterinsel - Empfohlene Tagestouren

Die Osterinsel Moai-Steinbrüche Puna Pau und Rano Raraku


Vorschläge für Tagestouren auf der Osterinsel - Die Moai-Steinbrücke:


Osterinsel - Reise zu den Moai-SteinbrüchenDie wohl am häufig aufgesuchten Orte während einer Osterinsel Reise sind die Steinbrüche, in denen die Moais gefertigt wurden. Sie befinden sich einerseits in dem Rano Kau Nebenkrater "Puna Pau", in dem die Moai-Hüte - oder möglicherweise auch Haarschöpfe hergestellt wurden, andererseits in dem Nebenkrater des Maunga Terevaka "Rano Raraku", in dem sich bis zum heutigen Tage noch 397 fertige und unfertige Moais befinden und viele davon scheinbar auf ihren Abtransport warten. Der Rano Raraku als Reiseziel findet sich sehr oft in Angeboten von Osterinsel Reiseveranstalter, die eine Pauschalreise im Rahmen einer "Chile Osterinsel Reise" anbieten und davon die Osterinseln zumeist nur drei Tage im Programm haben.


- Puna Pau - Steinbruch der roten Pukaos

Pukao-Steinbruch Puna Pau  auf der OsterinselDer Steinbruch Puna Pau (ein Nebenkrater des Rano Kau) befindet sich östlich von Hanga Roa. Hier wurden die Hüte (oder auch Haarschöpfe) der Moais hergestellt, von denen sich bis zum heutigen Tage noch rund 30, mehr oder weniger fertige Pukaos befinden. Der Legende nach soll der Schwager des Rapa Nui Gründerkönigs "Hotu Matuá" - König Tuu-ko-ihu in diesem Steinbruch zwei böse Dämonen nackt im Schlaf überrascht haben. Aus seiner Erinnerung schnitzte er daraufhin die Abbilder und hing sie in seiner Hütte auf. Als die Dämonen an seiner Hütte vorbei kamen und ihre Abbilder sahen, erschraken sie und mieden fortan diese Hütte. Seither wurden die so genannten Kavakava Figuren zum Schutz vor bösen Geistern in jeder Hütte auf gehangen.


- Rano Raraku - Steinbruch der Moai-Produktion auf der Osterinsel

Moai Steinbruch Rano RarakuIm östlichen Teil der Osterinsel, etwa 20 KM von Hanga-Roa entfernt befindet sich der Vulkankegel "Rano Raraku", die Stätte, an dem die Moais aus dem Tuffgestein geschlagen wurden. Noch heute befinden sich in und an diesem Vulkankegel insgesamt 397 fertige und unfertige Moais. Im Steinbruch direkt hat man bis ins 20. Jahrhundert hunderte abgenutzter Steinmeißel und andere Steinwerkzeuge gefunden. Schon in den frühesten Reiseberichten über die Osterinsel wurde beschrieben, der Rano Raraku wirke, als hätten die Rapa-Nui ihre Moai-Produktion gerade eben erst eingestellt.
Wer als Tourist den Rano Raraku aufsucht, wird von der großen Anzahl fertiger und unfertiger Moais geradezu erschlagen. Dennoch benötigen Sie keinen Reiseführer von der Osterinsel, um sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an dieser Stätte anzusehen. Die interessantesten Moais haben wir Ihnen in eine Übersichtskarte (Lageplan der Moais) kenntlich gemacht.

Oben auf dem Bergkamm des Rano Raraku befinden sich künstlich eingeschlagene Löcher, in dem die frühen Baumeister der Moais Baumstämme oder andere Haltebolzen verankert hatten, um daran Seile zum Herablassen der Moais befestigen zu können. Im Kegel des Rano Raraku befindet sich eines von drei Osterinsel-Kraterseen mit Süßwasser. An einigen Stellen des Kraterrandes befinden sich fertige Moais, die von ihrer Position her gar nicht aus dem Krater hätten transportiert werden konnten. Dies ist für einige Forscher ein Indiz dafür, dass die fertigen Moais ab einem bestimmten Zeitpunkt am Rano Raraku verbleiben sollten.


- Moai Tukuturi - der einzige Moai der Beine hat und kniet

Moai TukuturiDer wohl ungewöhnlichste Moai am Rano Raraku und auf der gesamten Osterinsel ist der Moai Tukuturi. Der Moai Tukuturi befindet sich am südöstlichen Bereich des Rano Raraku und wurde 1955 von der Thor Heyerdahl Expedition wieder ausgegraben und aufgestellt. Dieser 3,70 Meter große Moai ist der einzige Steinkoloss der Beine hat und einen Kinnbart trägt. Die Figur kniet, die Hände liegen auf den Oberschenkeln.


- Moai Ko Kona He Roa - mit Gravur eines europäischen Segelschiffes

Moai Ko Kona He Roa - mit SegelschiffDer Moai Ko Kona He Roa ist vor allem deshalb interessant, weil dieser Moai auf dem Bauch die Gravur eines europäischen Segelschiffes trägt, das entweder eine Schildkröte fängt oder von einer Schildkröte gezogen wird. Wann diese Gravur auf dem Moai angebracht wurde ist nicht bekannt. Die Frage dabei ist, ob die Ureinwohner der Osterinsel möglicherweise bereits vor dem Entdecker Jacob Roggeveen bereits Kontakt zu Europäern hatten bzw. möglicherweise vorbei segelnde Schiffe nur beobachtet haben. Die Gravur wurde ebenfalls von der Thor Heyerdahl Expedition wieder entdeckt und ausgegraben.





- Der tätowierte Moai mit einem Make-Make Abbild

Tattoo Moai am Rano RarakuAm Rano Raraku finden sich einige Moais die mit Petroglyphen verziert sind. Besonders markant ist ein Moai der ursprünglich am Hals die so typischen Streifen-Tätowierungen der Rapa Nui trug, sowie an der linken Schulter mit einer Make Make Darstellung versehen ist. Dies ist insofern ungewöhnlich, als dass die Moais eigentlich vergötterte Vorfahren darstellen sollten und die Make-Make Vergötterung mit dem später aufkommenden Vogelmann-Kult in Verbindung gebracht wird. Diese Darstellung ist möglicherweise ein Zeichen dafür, dass beide Kulte gar nicht getrennt voneinander zu betrachten sind.


- Moai Re-Carved - Der umgearbeitete Moai mit Hinweis auf Kannibalismus

Moai Re-Carved - Hinweis auf Kannibalismus?Sehr ungewöhnlich am Rano Raraku ist auch der so genannte "Moai Re-Carved". Dieser Moai ist aus dem Kopf eines anderen Moais neu geformt worden; in unmittelbarer Nähe befinden sich die Fundamente eines Paenga-Hauses. Aus den alten Reisebeschreibungen des Kapitänleutnants Wilhelm Geiseler (1882) geht hervor, dass hier am Rano Raraku Kriegsgegner in Paenga-Häusern gefangen gehalten wurden um sie bei späteren Siegesfeierlichkeiten zu verspeisen. Einige Forscher deuten deshalb den Moai Re-Carved als einen Hinweis auf Kannibalismus am Rano Raraku.



Moai Hinariru - der lächelnde Moai am Rano Raraku

Moai Hinariru - der lächelnde MoaiSo gut wie in jeder Reisebeschreibung über die Osterinsel wird der Moai Hinariru als eines der ausdrucksvollsten Steinkolosse überhaupt beschrieben. Dies liegt vor allem an der Tatsache, dass der Kopf des Moai Hinariru etwas nach links geneigt ist und dadurch an Freundlichkeit und Individualität gewinnt. Der geneigte Kopf ist sehr ungewöhnlich, weil so gut wie alle Moais (je nach Epoche) mehr oder weniger baugleich dargestellt wurden.





Moai Piropiro - der ästhetisch schönste Moai auf der Osterinsel

Moai Piro Piro - oft von Reiseveranstaltern als Bildmotiv gewähltEin Moai der bei Darstellungen in Reiseberichten oder auch von den Reiseveranstaltern gerne gezeigt wird, ist der Moai Piropiro. Dieser Moai mit seinem ungewöhnlich schönen Gesichtsprofil und seiner individuellen Körperhaltung ist noch in anderer Weise einmalig: Der Moai Piropiro ist mit 11 Meter Gesamtlänge der größte jemals aus dem Felsgestein geschlagener und fertig gestellte Moai, der auf der Osterinsel aufgestellt wurde. Der größte jemals fertig gestellte und auf einer Ahu-Anlage aufgestellte Moai ist der Moai "Pito Kura" mit einer Größe von 9, 75 Meter, an der nordöstlichen Küste der Osterinsel.



Moai Te Tokanga - oder El Gigante - Steinriese mit 21,6 Meter

Moai EL Gigante - der größte Steinkoloss mit 21,6 MeterEine wahrlich imposante Größe besitzt der Moai Te Tokanga (EL Gigante) mit einer Gesamtlänge von 21,6 Meter. Dieser Moai wurde niemals fertig gestellt und hätte schätzungsweise ein Gewicht von mehr als 250 Tonnen gehabt. Der Moai Te Tokanga gilt auch als Sinnbild dafür, dass die Rapa Nui ab einem bestimmten Zeitpunkt in einer gewissen Gigantomanie verfallen sind und wird auch in vielen Reiseberichten oder von einigen Reiseveranstaltern als solche auch beschrieben.

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