Osterinsel Tagestour - die Poike-Halbinsel

Osterinsel Tagestour - die Poike-Halbinsel


Vorschläge für Tagestouren - die Poike-Halbinsel:


Osterinsel - Erkundungstour zur Halbinsel PoikeDie Poike-Halbinsel im Nordosten der Osterinsel ist die geologisch älteste Region der gesamten Insel. Sie ist vor rund 2,5 Millionen Jahren als erste von drei Vulkanen aus dem pazifischen Ozean gewachsen und hier finden sich (im Gegensatz zum Rest der Osterinsel) relativ wenige Siedlungsreste. Während die übrige Osterinsel mit Moai-Statuen und Ahu-Anlagen übersäht ist, finden sich auf der Poike-Halbinsel keine einzige rekonstruierbare Ahu-Anlage und nur ein kleiner Rest einer Moai-Statue.

Wie Sie an der Grafik sehen, ist die Poike-Halbinsel auch vom Nationalpark-Gebiet der Osterinsel ausgeschlossen. Ganz selten findet sich die Halbinsel deshalb auch in einem Angebotsprogramm der Reiseveranstalter bzw. der Osterinsel-Reiseführer. Dennoch können Touristen einige interessante Details aus dieser Region erfahren.


- Der Poike-Graben und seine Geschichte

Entlang der Verbindungsstraße zwischen dem Ahu Tongariki und Ahu Mahatua befand sich ein künstlich ausgehobener Schutzgraben von 4 Meter Tiefe und 12 Meter Breite, dem so genannten Poike-Graben. Nach den mündlichen Überlieferungen der Rapa Nui sollen sich hinter diesem Schutzgraben die geistige Elite der Langohren vor den Kurzohren abgegrenzt haben. Während eines großen Konfliktes um 1680 sollen die Langohren diesen Graben mit Brennmaterial verfüllt und angezündet haben, aber letztlich darin selber umgekommen sein.

Warum die Poike-Halbinsel so gut wie komplett von den schwarzen Felsbrocken gesäubert ist und der Rest der Insel nicht, ist nicht bekannt. Es wird angenommen, dass die Langohren als geistige Elite den Kurzohren als arbeitende Bevölkerung diese Säuberungsaktion auferlegt haben, um somit ihre Felder besser bestellen zu können. Genau nachgewiesen ist diese Theorie jedoch nicht. TOP


- Die Poike-Erhebungen Maunga Parehe, Tea Tea sowie Vai A Heva

Maunga Puakatiki mit den drei Nebenkratern auf der OsterinselAuf Höhe der Ahu-Anlage Mahatua kann man wunderschön die Poike-Erhebung Maunga Puakatiki mit ihren drei Nebenkratern "Parehe", "Tea Tea" sowie "Vai A Heva" erkennen. Auf diesen Nebenkratern ließ der spanische Kapitän Felipe González Ahedo am 10.10.1770 große Holzkreuze aufstellen und nahm damit die Osterinsel für Spanien in Besitz. Er gab der Insel damals den Namen "San Carlos". Drei Häuptlinge unterzeichneten die Übernahmeurkunde mit Glyphen, die man heute von den wenig erhaltenen Rongorongo Schrifttafeln kennt. Auf einer Zeichnung der kartierten Insel findet sich auch die Silhouette der Poike-Erhebungen auf der auch die Kreuze eingezeichnet wurden. Spanien machte seinen Besitzanspruch aber niemals geltend und überließ Chile mit der Übernahme im Jahre 1888 dieses Eiland.


- Fortschreitende Bodenerosion der Poike-Halbinsel

fortschreitende Erosion auf der Poike-HalbinselWer die Halbinsel begehen möchte, sollte sich ein Pferd oder ein Moped / Motorrad mieten. Die Halbinsel ist eingezäunt, weil hier Rinder weiden. Poike ist für PKWs gesperrt. Viel zu sehen gibt es auf der Halbinsel allerdings nicht. Auf dem Gipfel des Maunga Puakatiki befindet sich ein trockener Krater von rd. 80 Meter Durchmesser in dem ein kleiner Eukalyptuswald angelegt wurde. An der östlich- und südöstlichen Spitze der Insel ist die Bodenerosion stark fortgeschritten und der nackte Fels zu erkennen. Mit Baum-Anpflanzungen wird versucht, die Erosion zu stoppen.


- Vai A Heva - Kuriose Felsformation auf der Poike-Halbinsel TOP

Vai A Heva auf der Poike-HalbinselWanderer finden auf der Nordseite der Poike-Halbinsel eine kuriose Felsformation die aussieht wie ein Monstergesicht mit einem weit geöffneten Maul. Die Rapa Nui nennen diese Formation "Vai A Heva" oder auch "Roca Tallada" was so viel heißt wie "der gemeißelter Stein". Auch Thor Heyerdahl hat diese Formation in seinem Buch "aku-aku - Das Geheimnis der Osterinsel" beschrieben.



- Papa Ui Hetu´u - Felsgestein mit Darstellungen von Fischhaken

Petroglyphen - Fischhaken auf der Poike-HalbinselAuf der nordöstlichen Seite der Poike-Halbinsel stoßen Wanderer auf Felsformationen, die mit Petroglyphen, vornehmlich aber mit maritimen Motiven wie Fischhaken versehen sind. Nach den mündlichen Überlieferungen sollen die frühen Ureinwohner von hier aus auch die Sterne beobachtet haben.



- Ana o Keke - Die Jungfrauenhöhle am Steilhang der Poike-Halbinsel TOP

Höhle Ana o Keke auf der Poike-HalbinselEines der Sehenswürdigkeiten die bei den Osterinsel-Reiseangeboten in Bezug auf die Poike-Halbinsel zu finden sind, ist u.a. die Ana O Keke Höhle, am nördlichen Steilhang der Halbinsel. Viele Reiseveranstalter und auch die Reiseführer auf der Osterinsel bewerben diese Höhle gerne auch als die Jungfrauenhöhle oder die "Bleichstätte der Neru Jungfrauen". In dieser Höhle sollen der Überlieferung nach junge Mädchen monatelang in absoluter Dunkelheit gehalten worden sein, damit sie vollkommen gebleicht, dem jährlich neu gewählten Vogelmann zugeführt werden konnten. Die Jungfrauenhöhle ist eines von zwei Ritualhöhlen zum Bleichen von Kindern. (Höhle zwei ist die Ana More Matapuku-Höhle in unmittelbarer Nähe .. siehe unten)

Ana o Keke - der HöhleneingangWer diese Höhle aufsuchen möchte, hat möglicherweise einen langen Fußmarsch vor sich, muss an einer Steilklippe entlang klettern, dann durch einen tief liegenden Eingang kriechen um dann festzustellen, dass es dort außer einer dunklen Vorhöhle kaum etwas zu sehen gibt. Die Höhle führt rund 350 Meter in den Berg, doch der Zugang zu dem eigentlichen Aufenthaltsort der Jungfrauen führt durch ganz enge Röhren. Thor Heyerdahl hat in seinem Buch aku-aku die Begehung dieser Höhle eindrucksvoll beschrieben.

Umfangreiche Reisebeschreibungen über diese Höhle aus der Neuzeit finden Sie auf den Webseiten:

http://home.arcor.de/bm-osterinsel/ana_o_keke_anfahrt.htm
http://home.arcor.de/bm-osterinsel/ana_o_keke.htm
http://home.arcor.de/bm-osterinsel/ana_o_keke_karsten_rau.htm
http://www.karsten-rau.de/rapanui/idx/ana_o_keke_easter_island.htm


- Ana More Mata Puku - Die Bleichstätte der Neru-Jünglinge TOP

Höhle der Neru Jünglinge - Ana More Mata PukuIn unmittelbarer Nähe der Ana O Keke Höhle (Jungfrauenhöhle) befindet sich eine weitere Höhle, die nur ganz wenigen Inselbewohnern bekannt ist und auch nur von ganz wenigen Touristen besucht wird. Es handelt sich um die so genannte Ana More Mata Puku Höhle, die Bleichstätte der Neru Jünglinge. Ebenso wie die Jungfrauen in der Ana O Keke Höhle mussten hier Kinder über Monate in vollkommener Dunkelheit ausharren, um während der Vogelmann-Zeremonien möglichst bleich ihre Ritualfunktionen zu übernehmen.

Anders als in der Jungfrauenhöhle sollen hier keine Mädchen sondern Jünglinge ihre Unterkunft gehabt haben. Bei der Ana More Matapuku Höhle handelt es sich nur um eine etwa 1,50 Meter hohe und gut 6 Meter tiefe Ausbuchtung in einer Trapezartigen Form, vorne rund 6 Meter breit, hinten etwa 3,50 Meter. Der Eingang liegt etwa 10 Meter über den Meeresspiegel und ist sehr schwer zu erreichen. Interessierte sollten nur in Begleitung eines erfahrenen Führers zu dieser Höhle absteigen. Zu sehen gibt es dort allerdings nur wenig.

- Ahu Mahatua - mächtige Ahu-Ruine, in dem sich bis heute Grabkammern befinden

Ahu Anlage MahatuaBei dem Ahu Mahatua handelt es sich um eine Anlage des Typs "Ahu Poe Poe", eine ovale Anlage die wie ein Kanu an beiden Seiten spitz zu läuft und dann leicht nach oben gezogen sind. Solche Anlagen dienten mehr oder weniger als Grabanlagen und trugen keine Moai-Statuen. Bei der Ahu-Anlage Mahatua handelt es sich heute eigentlich nur noch um eine wenig beachtete Ahu-Ruine. Sie wird in Osterinsel Reiseberichten eher selten erwähnt und auch von den Osterinsel-Reiseveranstaltern wenig beworben. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Poike-Halbinsel mit dem 370 Meter hohen Maunga Puakatiki und den drei zuvor schon erwähnten Nebenkratern.


- Pu O Hiro - Die Trompete des Hiro TOP

Die Trompete des HiroNicht weit vom Ahu Mahatua entfernt befindet sich eine unscheinbarer Stein mit der Bezeichnung "Pu O Hiro", was übersetzt so viel heißt wie "Die Trompete des Hiro". Dieser Naturstein mit natürlichen Löchern ist übersäht mit weiblichen Vulva-Darstellungen. Die Mythen der Rapa Nui besagen, wenn jemand in diesem Stein bläst und Töne zu hören sind, dann versammeln sich die Fische an dieser Küstenlinie und lassen sich ohne Widerstand fangen.
Es heißt, wenn der Nordwind bläst, dann sei ein melancholischer Ton zu hören, ähnlich wie wenn man in eine große Muschel bläßt.

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