Ahu Mahatua - Im Inneren befinden sich mehrere Grabkammern

Ahu Mahatua - Im Inneren befinden sich mehrere Grabkammern


Ahu Mahatua


Ahu MahatuaStandort Ahu MahatuaFährt man die Straße von der Ahu-Anlage Tongariki (Südküste) Richtung Anakena-Bucht, so stößt man an der Nordküste (in der ersten Linkskurve) auf die Ahu-Anlage "Mahatua". Der Ahu Mahatua ist ein so genannter "Ahu poe poe", das heißt, ein schiffsförmiger Zeremonialbau. Auf dem ersten Blick ist der Ahu Mahatua nicht weiter spektakulär, es lohnt aber doch, sich diese Anlage einmal mit dem Bewusstsein zu betrachten, dass auch diese Anlage eine interessante Geschichte hat.

Oberflächlich betrachtet findet man hier einen gigantischen Steinhaufen, auf dem sich zwei umgestürzte Moai´s befinden. Tatsächlich aber wurde am Ahu Mahatua, wie bei vielen Anlagen an der Nordküste, ein intensiver Totenkult betrieben. In dieser Anlage befinden sich beispielsweise mehrere Grabkammern, wohl die von ehemaligen Arikis (Häuptlingen).

Petroglyphen am Ahu MahatuaAhu Tongariki - im Vordergrund Papa Tataku PokiWenn man die geographische Nähe zu der riesigen Anlage "Tongariki" betrachtet, könnten hier am Ahu Mahatua wichtige Würdenträger aus Tongariki bestattet worden sein. Die Anlage Tongariki soll ursprünglich einmal 215 Meter lang gewesen sein. Mit 15 aufgestellten Moai´s gilt sie auch als größte religiöse Anlage in ganz Polynesien. In Sichtweite des Ahu Tongariki (Papa Tataku Poki) soll der jährlich zum Vogelmann gewählte Vertreter des Schöpfergottes Make Make seinen Aufenthaltsort gehabt haben. Sowohl am Papa Tataku Poki als auch in der Nähe des Ahu Mahatua finden sich viele Petroglyphen, die auf den Bodenfelsen eingeschlagen sind.

Maunga Puakatiki vom Ahu Mahatua aus gesehenSchaut man vom Ahu Mahatua in süd-östlicher Richtung, so sieht man dort den 370 Meter hohen Maunga Puakatiki auf der Poike Halbinsel mit einem kleinen Krater (80 Meter breit und sieben Meter tief), in dem ein Eukalyptushain angelegt wurde. Interessanter sind allerdings die links von dem Gipfel liegenden drei Erhebungen: Auf diesen Erhebungen hat er spanische Kapitän Felipe González Ahedo am 10.10.1770 jeweils ein Holzkreuz errichten lassen und damit die Osterinsel für Spanien in Besitz genommen. Bei einer feierlichen Proklamation taufte er die Insel auf "San Carlos" und ließ sich die spanischen Besitzansprüche von den Arikis unterschreiben. Spanien hat diese Besitzurkunde für sich aber niemals geltend gemacht.

Rongorongo Schrifttafel gefunden am Ahu MahatuaGanz in der Nähe des Ahu Mahatua wurde 1937 in den Ruinen eines Steinhauses noch ein kleines Stück einer Rongorongo Schrifttafel gefunden. Es misst gerade einmal 10,7 x 5,8 x 2,7 Zentimeter; die Wissenschaft geht davon aus, dass es sich hierbei um ein Originalstück handelt. Der Finder José Paté übergab dieses Stück dem damals gerade angekommenen Missionar Pater Sebastian Englert, der es 1938 an das Museum in Santiago verschenkte. Aufgrund des schlechten Zustandes sind die Rongorongo Schriftzeichen nicht sehr gut zu erkennen; insgesamt sollen sich aber noch 55 Zeichen erkennen lassen.

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