Ahu Ra'ai - Kultstätte zur Ermittlung der Jahreszeit?
Ahu Ra'ai
 An
der Nordküste der Osterinsel,
ganz in der Nähe des "Te
Pito Te Henua" Rundsteins befindet sich die Ahu
Anlage "Ra'ai". Die Anlage liegt direkt an der Straße
und ist weitgehend zerstört. Auf dieser Anlage steht (oder
stand) kein Moai, denn es war so etwas
Ähnliches wie ein Observatorium für die Ermittlung der
Sommersonnenwende. Vom Ahu Ra'ai aus gesehen, geht die Sonne bei
der Sommersonnenwende nämlich genau über den Poike-Krater
auf und dies ist kein Zufall: das Wort "Ra'a" heißt
in der Rapanui-Sprache "Sonne".
An der Ahu Anlage Ra'ai finden sich einige Petroglyphen,
darunter eines der schönsten Darstellungen eines "Aku
Aku" Geistes (so wenigstens die Meinungen der Archäologen).
Die
Macht und Bedeutung der Aku Aku Geister hat Thor
Heyerdahl in seinem Buch "aku-aku - Das Geheimnis der
Osterinsel" sehr ausführlich beschrieben. Es geht darum,
dass jede Familie einen oder mehrere aku-aku Geister hat, die
beschützen, aber auch bestrafen können. Viele Rapa Nui
haben bis heute einen Heiden Respekt vor diesen Geistern. Diese
Geister können (nach Glauben der Rapa Nui) auch auf andere
Personen übertragen werden. Thor Heyerdahl beschreibt die
aku-aku Geister in Zusammenhang mit "geheimen
Familienhöhlen" in denen vornehmlich Steinfiguren
aufbewahrt werden (bzw. wurden).
Der Ahu Ra'ai ist sehr gut an einen so genannten "Tupa" zu
erkennen, das ist ein kegelförmig aufgerichteter "Beobachtungsturm".
Außerdem finden sich in der Umgebung mehrere kleinere Steintürme.
Es heißt, diese Steintürme seien vermutlich Grenzsteine
zur Markierung von Besitzungen oder Stammesgebieten.
Landeinwärts befindet sich auf einer Entfernung
von
etwa 1000 Metern die Anlage "Papa Vaka" mit über
500 Petroglyphen. Eines davon sieht aus wie ein Oktopus und
wurde
vor allem durch
den
Ufo-Guro"Erich
von Däniken" bekannt. von Däniken meinte,
diese Abbildung sei die Darstellung eines Raumschiff-Motors.
Unter
den Petroglyphen befinden sich 222 Darstellungen von Fischhaken
sowie 87 Darstellungen von Booten bzw. Kanus. "Papa Vaka"
heißt übersetzt etwa "glatte Lavafläche (Papa) mit einem Doppel-Kanu
(Vaka). Diese (Kanu) Petroglyphe hat eine Länge von rund 12
Metern.
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