Ahu Te Pito Kura mit dem 9,80 Meter großen Moai Paro

Ahu Te Pito Kura mit dem 9,80 Meter großen Moai Paro


Ahu Te Pito Kura mit dem 9,80 Meter großen Moai Paro


Ahu Te Pito KuraStandort Ahu Te Pito KuraEine sehr interessante Ahu-Anlage ist der Ahu Te Pito Kura, oder besser gesagt, der darauf liegende Moai "Paro" an der Nordküste der Osterinsel. Der Moai Paro ist nämlich mit 9,80 Meter der größte Moai, der jemals über die Insel transportiert und auf einer Ahu-Anlage aufgestellt wurde. Geschaffen wurde dieser 82 Tonnen schwere Moai am Rano Raraku Krater, der etwa sechs Kilometer entfernt ist. Dazu hatte man dem Moai noch einen zwei Meter hohen Hut (Pukao) aufgesetzt, der vom rund 18 Kilometer entfernten "Puna Pau" (östlich von Hanga Roa) stammt und stolze 11,5 Tonnen wiegt.

Es gibt noch zwei größere Moai´s, beide befinden sich aber noch am Steinbruch Rano Raraku. Der größte jemals aus dem Stein geschlagenen Moai nennt sich "Piropiro", ist 11 Meter groß und steht fünf Meter tief im Sedimentboden am Hang des Rano Raraku. Der Moai Piropiro ist allerdings nicht für das Tragen eines Pukao konzipiert, der Kopf ist viel zu schlank. Somit wäre ein stehender Moai Paro mit Hut noch 80 Zentimeter höher als der Piropiro.

Der mit Abstand größte Moai wäre allerdings der Moai "Te Tokanga" im Steinbruch des Rano Raraku geworden, wenn man ihn denn dann fertiggestellt hätte. Dieser Moai misst stolze 21,6 Meter und hätte rund 250 Tonnen gewogen. Aber, der Moai Te Tokanga wurde lediglich mit Kopf und Brust aus dem Fels geschlagen und wird wohl für ewigen Zeiten im Fels verharren müssen.

Aber zurück zum Moai Paro:
Ahu Te Pito KuraDer Moai Paro liegt umgestürzt auf der Ahu-Anlage Te Pito Kuro und ist leider unterhalb der Schulterpartie zerbrochen. In den meisten Veröffentlichungen ist zu lesen, dass dieser Moai noch bis ins 19. Jahrhundert gestanden hat und erst um 1838 als letzter Moai umgestürzt worden sein soll.

Der Moai Paro hält noch ein interessantes Detail verborgen: auf dem Unterleib befindet sich eine Gravur von einem Segelschiff mit zwei Masten. Man kann diese Gravur allerdings nur erkennen, wenn man unter den Moai kriecht. Das Schiff ist so angebracht, dass der vordere Mast direkt durch den Bauchnabel des Moai´s führt. Thor Heyerdahl meinte, die Bauchnabel wirke dadurch wie ein Segel und sollte es wohl auch sein.

Ausgehend von den Forschungsergebnissen von Thor Heyerdahl 1955/56 hat der Archäologe William Mulloy hochgerechnet: um den Moai Paro aus dem Stein zu schlagen, hätten dreißig Steinmetze ein ganzes Jahr benötigt und neunzig Männer hätte man gebraucht, um den Koloss vom Rano Raraku zu der sechs Kilometer entfernten Plattform zu schleppen. Nach seiner Meinung hätte die gleiche Anzahl an Männer noch einmal rund 90 Tage gebraucht, um den Koloss aufzustellen. Zum Vergleich: Im Heyerdahl-Versuch wurde der Moai auf dem Ahu Ature Huki (an der Anakena-Bucht) von 12 Mann in nur 18 Tagen aufgerichtet.

Aufstellen eines Moais durch die Rapa NuiAuffällig an der Anlage Te Pito Kura sind die vielen Steine, die rund um den Moai liegen. Die Archäologen nehmen an, dass dies die Reste der Steinrampe sind, mit denen der Moai aufgerichtet wurde. Die Rapa Nui hatten es des Forschern beim Aufstellen des Moai am Ahu Ature Huki eindrucksvoll gezeigt, wie es funktioniert.

Etwas abseits des Ahu Te Pito Kura befindet sich links unten am Meer ein glattgeschliffener runder Stein im Durchmesser von etwa 80 Zentimeter, der als "Te Pito O Te Henua" oder auch "Der Nabel der Welt" bezeichnet wird. Es heißt, dieser Stein habe magische Kräfte und sei früher von den Ureinwohnern angebetet worden, weil es die "Mana" stärken konnte. Nach der Überlieferung hat sich dieser Stein ursprünglich an der Ahu Anlage A Kapu (an der Westküste der Osterinsel) befunden und sei dann an diesen Ort gebracht worden. Der Legende nach soll König Hotu Matuá diesen Stein mit auf die Osterinsel gebracht haben. Geologische Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass der Stein eindeutig von der Osterinsel stammt.Steinkreis Te Pito O Te Henua Wegen seiner hohen Dichte an vulkanischen Einschlüssen, beeinflussen die eingeschlossenen Eisenmineralien sogar eine Kompassnadel.

Der runde Stein ist in einem Steinkreis eingebettet, davor liegen vier kleinere runde Steine auf denen sich Besucher setzen, um ihre Hände auf den magischen Stein zu legen. Dieser Steinkreis ist zwischenzeitlich zu einer Touristenattraktion geworden und hat auch Einzug in den Reiseführern gefunden, aber: diese "Anlage" wurde erst in den 1970er / 1980er Jahren von Inselbewohnern oder Inselbesuchern geschaffen. Die Webseite "Osterinsel-Freunde" hat ein Foto veröffentlicht, auf dem der Stein, nicht aber der Steinkreis und schon gar nicht die vier kleineren Steine zu sehen sind. Außerdem wird immer mal wieder die Öffnung des Steinkreises verändert.

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