Moai Piropiro - der ästhetisch schönste und größte Moai auf der Osterinsel

Moai Piropiro - der ästhetisch schönste und größte Moai auf der Osterinsel


Moai Piropiro


Moai PiropiroMoai Piropiro am Rano RarakuKaum ein Moai wird neben dem Moai Hinariru wohl öfter gezeichnet oder fotografiert worden sein als der Moai "Piropiro" am Kraterrand des Rano Raraku. Der Grund hierfür ist relativ einfach: Während die Moai´s auf den Ahu Zeremonie-Plattformen in den Ebenen entlang der Küstenregionen ausnahmslos alle umgeworfen, beschädigt oder auch zerstört wurden, blieb der Moai Piropiro über die Jahrhunderte stehen und "stand" quasi "Pate" für die mysteriösen Steinkolosse schlechthin.

Zwar stehen am und im Rano Raraku noch weit mehr Moai´s, doch der ästhetisch schönste ist nun einmal der Piropiro, selbst wenn er auch eine leichte "Fehlhaltung" in Form eines Buckels hat. Ein weiterer Grund für seine Popularität dürfte seine beeindruckende Kopfgröße von vier Metern haben, wobei der Piropiro etwas mehr als sechs Meter aus dem Boden ragt.

Der Moai Piropiro ist allerdings auch ein Rekordhalter auf der Osterinsel: Untersuchungen haben ergeben, dass der Piropiro mit einer Gesamtlänge von 11 Metern der größte jemals aus dem Fels gelöste und aufgestellte Moai überhaupt ist. Kein anderer Moai kann diesem Giganten das Wasser reichen, wenigstens keiner der komplett aus dem Fels gelöst und aufgestellt wurde.

Der größte Moai der jemals auf einer Ahu-Anlage aufgestellt wurde, ist der Moai "Pito Kura" an der nordöstlichen Küste. Dieser Moai misst ganze 9,75 Meter und wiegt rund 82 Tonnen. Mit Hut (dem Pukao) kam er immerhin auf rund 11,5 Meter, aber eben >>>mit<<< Hut und mit der rund 2 Meter hohen Ahu-Plattform sogar auf eine Gesamthöhe von rund 13,5 Metern. Aber der Moai Pito Kura steht nicht mehr und wurde bisher auch nicht wieder aufgerichtet. Archäologen vermuten, dass der Pito Kuro Anfang des 19. Jahrhunderts noch gestanden hat und einer der letzten Moai´s gewesen ist, der von den Insulanern umgeworfen wurde. TOP

Moai El - Gigante - 21,75 Meter großWäre es nach den Fürsten der Rapanui gegangen, so hätte es allerdings einen Moai gegeben, bei dem selbst der Piropiro wie ein Winzling gewirkt hätte. Gemeint ist der Steinriese "Te Tokanga" (oder auch Ko Teto Kena), der unglaubliche 21,6 Meter groß werden sollte. Der Moai "Te Tokanga" wurde aber niemals fertiggestellt und liegt etwa 70 Meter Luftlinie von dem Moai Piropiro fest im Fels verankert. In den Reiseführern wird dieser Moai oft auch als "El Gigante" bezeichnet.

Moai - VergleichDer Moai Piropiro (wie auch die übrigen am Rano Raraku-Kraterrand stehenden Moai´s) stammen aus der jüngsten Epoche der aktiven Moai-Produktion. Diese Moai´s sind wesentlich schlanker als die Moai´s auf den Ahu-Anlagen an der Küste. Die alten Moai´s in den Ebenen und den Küstenregionen haben oft eckige bis rundliche Köpfe, während die jüngeren Moai´s mehr längliche Köpfe haben.

Die Moai´s am Rano Raraku wirken auch nicht wie mit einer Schablone gefertigt; viele Moai´s haben ein individuelles Aussehen. Es ist auch möglich, dass nicht alle Moai´s am Rano Raraku als göttliche Repräsentanten auf der Osterinsel gewirkt haben. Dazu haben einige Moai´s schon bald menschliche Züge, wie beispielsweise der Moai "Hinariru", der seinen Kopf leicht nach rechts geneigt hat oder auch der Moai "Re-Carved", der ganz offensichtlich aus einem früheren Moai geschaffen wurde und einen Bauch hat. Den Moai´s am Rano Raraku fehlen auch Augenhöhlen zum Einsetzen von Augen aus weißem Korallengestein mit einer Pupille aus Obsidian-Gestein. Es waren auch niemals Augenhöhlen vorgesehen. Derartige Augen waren aber ein wesentlicher Bestandteil um den Moai´s göttliche "Mana" einzuhauchen

Fundamentsteine eines Paenga-Hauses am Rano rarakuMoai Re Carved - Eine Anspielung auf Kannibalismus?Noch heute finden sich am Rano Raraku Fundamentsteine der so genannten Paenga-Häuser, die allerdings wohl nicht für Häuptlinge oder Priester geweiht waren, sondern als Unterkünfte für Gefangene aus kriegerischen Auseinandersetzungen dienten. Diese Gefangene wurden bis zu den Siegesfeierlichkeiten bewacht und mit Nahrung versorgt, um sie dann nach und nach aus ihrem Gefängnis zu holen und für einen kannibalischen Akt geopfert und verspeist zu werden. Der Moai "Re-Carved" könnte mit seiner Neuerschaffung und seinem Bauch eine Anspielung auf dieses Ritual gewesen sein. TOP

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