Edward Davis - sichtete 1687 als erster Europäer die Osterinsel

Edward Davis - sichtete 1687 als erster Europäer die Osterinsel


Edward Davis - sichtete 1687 als erster Europäer die Osterinsel


Der Seeräuber Edward Davis sichtet die Osterinsel 1687, segelt aber daran vorbeiIn Zusammenhang mit der Osterinsel wird allgemein der holländische Admiral Jacob Roggeveen als Entdecker der Osterinsel (1722) genannt, doch tatsächlich als erster gesichtet wurde das 179 Quadratkilometer kleine Eiland mitten im Pazifik von dem englischen Seeräuber Edward Davis, und zwar im Jahre 1687. So wenigstens beschreibt es Davis Bootsmann Lion Wafer in einer Veröffentlichung von William Dampier mit dem Titel: "Merkwürdige Reise nach der Erdenge Darien, auch durch die Südsee und das mittägige Atlantische Meer".

In diesem Werk werden Koordinaten genannt, die in etwa die Position der Osterinsel beschreiben, nur Davis sei der Meinung gewesen, es handele sich um die nördliche Spitze des Sagen umwobenen Kontinents Terra Australis Ingocnita. Lion Wafer beschrieb das Land als kahles Land und Davis habe keinen Anlass gesehen, dort an Land zu gehen und sei daran vorbeigesegelt. Seither aber haben Generation von Seefahrern nach dem vermeintlichen Kontinent Terra Australis gesucht.

Piraten - Seeräuber - Freibeuter im 17. Jahrhundert im PazifikEdward Davis war ein Seeräuber flämischer Abstammung, der namentlich das erste Mal 1680 erwähnt wird, als er unter John Coxon und Bartholomew Sharp als Navigator auf der "Pacific Adventure" diente. In den Publikationen zu Edward Davis heißt es, er sei ein "Bukanier" gewesen, also ein Seefahrer, der zwischen einem Freibeuter (Kaperfahrten im Auftrag ihrer Landesherren) und einem Piraten (Kaperfahrten auf einem freien Schiff in eigener Rechnung) einzuordnen ist. Bukanier-Schiffe gehörten zumeist Gouverneuren (z.B. von Jamaika) bzw. deren anonyme Geldgeber und die auf diesen Schiff dienenden Seefahrer hatten ihre Beuten den jeweiligen Schiffseignern zu übergeben. TOP

Die Bukanier attackierten während des späten 17. Jahrhunderts vornehmlich spanische, französische oder holländische Handelsschiffe in der Karibik. In dieser Zeit wurde die Bezeichnung "Bukanier" oft als Synonym für Pirat benutzt, obwohl die Schiffe der Bukanier oft wesentlich besser ausgestattet waren, als die eigentlichen Piratenschiffe und sich die Bukanier-Schiffe eigentlich auf Kaperfahrten in der Nähe der karibischen Küstenstädte beschränkten. Davis soll in den 1680er Jahren an Kaperfahrten gegen Leon und Panama beteiligt gewesen sein; der englische Freibeuter, Weltumsegler, Entdecker, Geograph und Schriftsteller William Dampier widmet einen Großteil dieser Ereignisse in seinem Buch "Neue Reise um die Welt" (A New Voyage around the World) von 1697.

Der Seeräuber Edward Davis segelt mit dem Schiff Gachelor-Delight 1687 an der Osterinsel vorbei1683 schließt sich Edward Davis dem Freibeuter-Kapitän John Cook als Quartiermeister an, wobei während einer Kaperfahrt die Bachelor-Delight vor der westafrikanischen Küste erbeutet wird. Mit der Bachelor-Delight segelte die Mannschaft um Kap Hoorn in den Pazifik, wobei spanische Städte an der süd- und mittelamerikanischen Küste überfallen werden. Als John Cook im Juli 1684 stirb, wählt die Mannschaft der Bachelor-Delight Edward Davis als ihren Kapitän.

Edward Davis deutet die Osterinsel als Landspitze von Terra AustralisZunächst waren Kapitän Davis Kaperfahrten eher weniger von Erfolg gekrönt, doch in den Jahren 1686 und 1687 konnte die Mannschaft durch Überfälle und Erpressungen in küstennahen Siedlungen Südamerikas beachtliche Schätze in Münzen und Schmuck anhäufen. Im Juni des Jahres 1687 streifte die Bachelor-Delight, 600 Meilen vor den Galapagos-Inseln bei 27 ° 20'S, dann eine Küstenregion, die Davis als Terra Australis deutete und von späteren Seefahrern als "Davis-Land" gesucht wurde.

Edward Davis soll in den Jahren 1684 und 1702 seine Schätze angeblich auf der Kokos-Insel versteckt haben. Im Jahre 1702 verliert sich dann die Spur des Seeräubers. Ein beliebter Unterschlupf für Davis war immer mal wieder die "Más a tierra" - Insel 600 Kilometer vor der chilenischen Küste. Diese Insel wurde 1574 vom portugiesischen Kapitän Juan Fernández entdeckt und trägt seit 1966 den Namen seines berühmtesten Bewohners "Robinson Crusoe" alias "Alejandro Selkirk". Alejandro Selkirk hatte sich dort 1704 absetzen lassen und wurde nach vier Jahren und vier Monaten am 2. Februar 1709 "gerettet". Der Schriftsteller Daniel Defoe erfuhr von dieser Geschichte und schuf 1719 die Romanfigur Robinson Crusoe. TOP

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