John Brander und die Osterinsel

John Brander und die Osterinsel


John Brander


John Brander - Unternehmer und Großgrundbesitzer auf TahitiJohn Brander wird am 26.Mai 1817 als uneheliches Kind eines Gutsbesitzers in Schottland geboren und wächst in Morayshire (Schottland) auf. Als junger Mann hat er die Gelegenheit, seinen Halbbruder und Sohn des Gutbesitzers vor dem Ertrinken zu retten. Hierfür bedankt sich die Familie mit 400 Pfund. Dieses Geld nutzt John Brander, um in der Neuen Welt sein Glück zu suchen. Auf einem Segelschiff reist er zunächst nach Tasmanien und später dann nach Tahiti. Hier gründet er das Handelshaus "House of Brander" und legt damit den finanziellen Grundstock für den Aufkauf von Kokosplantagen auf Tahiti, Marquesas sowie den Cookinseln. Das "House of Brander" entwickelt sich schnell zum größten Handelshaus im Südpazifik. Im weiteren Verlauf seiner geschäftlichen Aktivitäten läßt er Kaffee, Baumwolle und Orangen anbauen, kaufte Ländereien auf, betreibt Perlenfischerei, eine Zuckerraffinerie sowie eine eigene Schonerflotte für den Handel zwischen den Inseln im Pazifik, aber auch für den Handel mit Amerika und Europa.

1856 geht Brander mit ehemaligen Sekretär und Schwiegersohn der Tahitianischen Königin "Pomaré IV, Alexander Salmon, eine geschäftliche Verbindung ein und heiratete diesem Zug deren 14-jährigen Tochter "Titaua". Alexander Salmon sen. verstirbt allerdings 1866 im Alter von 46 Jahren. Erbe und Nachfolger der Salmon-Anteile wird der gehbehinderte Sohn Alexander Salmon jr.

Alexander Salomon jr. Gemeinsam mit Salmon jr. gründete Brander 1868 auf der Osterinsel eine große Schaffarm zur Erzeugung und den Export von Schafswolle. Mit der Durchführung und Aufkauf weiterer Ländereien wird der Franzose Jean-Baptiste Dutroux-Bornier beauftragt. Nachdem Dutroux-Bornier durch seine Gewalt-Exzesse gegenüber der Rapa-Nui 1876 auf ungeklärter Weise ums Leben kommt, kommt es zu einem langen Rechtsstreit vor französischen Gerichten. Letztlich wird die Farm und das dazugehörige Land John Brander, bzw. seinen Erben zugesprochen; John Brander war noch während der Rechtsstreitigkeiten im Jahre 1877 verstorben.

(1877 zählt der französische Anthropologe Alphonse Pinart auf der Osterinsel insgesamt 111 Bewohner, davon 36 Rapa-Nui)

Im Jahre 1878 übernimmt Alexander Salmon jr. die Schaffarm und kauft bis 1885 weitere Flächen auf. Er lässt den Rapa-Nui aber (im Gegensatz zu Dutroux-Bornier) größere Freiräume, ja er ermutigt die wenigen auf der Osterinsel noch lebenden Rapa-Nui sogar, ihre alte Schnitzkunst wieder aufzunehmen und gefertigte Produkte an Besucher zu verkaufen. Anfang 1888 verkauft Salmon die Farm an die chilenische Regierung und verliert somit jegliche Besitzrechte.

John Branders älteste Tochter Margarete heiratet 1872 in Papeete den Hamburger Kaufmann und kaiserlichen Konsul Heinrich A. Schlubach und zieht mit ihm nach Valparaíso (Chile). Schlubachs angeheirateter Onkel Alexander Salmon jr. lässt ihm 1882 durch Wilhelm Geiseler drei RongoRongo Schrifttafeln (Große Wientafel "M", Kleine Wientafel "N" sowie die Berlintafel "O") übermitteln, die dieser 1883 nach Deutschland bringt.
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