Thomas Barthel - Auszüge aus seiner Habilitationsschrift von 1958

Thomas Barthel - Grundlagen zur Entzifferung der Osterinselschrift


Thomas Barthel - Auszüge aus seiner Habilitationsschrift von 1958.


siehe auch Übersicht der 26 Rongorongo-Tafeln

Die Habilitationsschrift von Dr. Thomas Barthel aus dem Jahre 1958 umfasst insgesamt 347 Seiten. Sie ist wie folgt aufgeteilt: (siehe unten). Wir haben lediglich die KAPITEL 1, KAPITEL 2, KAPITEL 3, und KAPITEL 17 übernommen, weil sich die übrigen Kapitel eher mit weiterführenden Erläuterungen beschäftigen. Wer sich die komplette Habilitationsschrift einsehen möchte, kann sie hier nachlesen.

  Beschreibung

Seite
Vorwort  
VII
KAPITEL 1 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Einleitung
Hier gibt Thomas Barthel einen geschichtlichen Hintergrund zum Auffinden der Rongorongo Schrift und Tafeln sowie Erklärungen zur Bedeutung unterschiedlicher Namen und Bezeichnungen, die mit der Rongorongo Schrift in Verbindung gebracht werden.

1-12
KAPITEL 2 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Denkmäler der klassischen Osterinselschrift
Hier stellt Thomas Barthel die einzelnen Rongorongo Schrifttafeln vor, geht aber auch auf mögliche Fälschungen ein oder nennt auch Beispiele für Schrifttafeln, die möglicherweise noch aufgefunden werden können.

13-37
KAPITEL 3 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Die Wiedergabe der Schriftzeichen durch Kennziffern
Hier erklärt Thomas Barthel, in welcher Weise er die unterschiedlichen Glyphen geordnet und gruppiert hat. Außerdem beschäftigt er sich mit den Arbeiten seiner Vorgänger wie "Jaussen","Piotrowski" oder "Métraux".

38-42
KAPITEL 4 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Corpus Inscriptionum Paschalis Insulae (Transkription)
Hier erklärt Thomas Barthel, wie er auf welches (verfügbare) Material (Fotos, Zeichnungen, Original-Tafeln, Gipsabgüsse usw.) für seine Arbeit zurückgegriffen hat und wie die einzelnen Glyphen auf den Tafeln mit Kennbuchstaben geordnet wurden.

43-81
KAPITEL 5 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Corpus Inscriptionum Paschalis Insulae (Vorkommensnachweis)
In diesem Kapitel geht Thomas Barthel auf die Häufigkeit und Streuung der Glyphen auf den Schrifttafeln ein. Er gibt den Hinweis, dass er hierzu eine Kartei mit den jeweiligen Elementen aufgebaut hat und benennt sie auch.

82-150

TOP
KAPITEL 6 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Textparallelen in der Osterinselschrift
Hier erklärt Thomas Barthel, wie sich die Aneinanderreihung der Glyphen beispielsweise durch Doppelung der Glyphen abgrenzen lassen. "Typische "abschließende Vergesellschaftungen" können als "Refrain", typische "einleitende Vergesellschaftungen" gleichsam als "Titel" aufgefaßt werden.

151-157
KAPITEL 7 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Regeln und Häufigkeiten
Hier erklärt Thomas Barthel, wie die Schreiber das vorhandene (Holz) Material bereits vor der Beschriftung bearbeitet und den Umfang der Glyphen-Texte eingeteilt und angepasst haben. Es wird erklärt, an welcher Stelle die Schreiber mit ihren Texten begonnen haben und in welcher Zeilenfolge die Zeichen zu lesen sind (links unten und dann von links nach rechts, - nächste Zeile in 180-Grad-Wendung von links nach rechts). Es wird zudem auf Größe und Form der Glyphen eingegangen.

158-168
KAPITEL 8 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Die Metoro-Gesänge und ihre Auswertung
In diesem Kapitel geht Thomas Barthel auf die Umstände ein, wie Bischof Jaussen mit dem Rongorongo-Sänger "Metoro" Kontakt aufnahm, welche Unterlagen von Barthels eingesehen werden konnten, wer die von Jaussen verfassten Texte duplizierte, auswertete und publizierte oder welchen Wortlaut von den Metoro Gesängen festgehalten wurde. Schließlich wird auf die Metoro-Lesart, -Wissen und -Widersprüchlichkeiten eingegangen.

169-225
KAPITEL 9 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Die Natur (Interpretation)
Barthel erklärt anhand von Beispielen unterschiedliche Zeichen (aus den Gruppierungen 001 - 099 sowie 701 - 799), deren Zusammenhänge sich auf die Natur, Himmel, Wind, Erde, Wasser, Tiere, Pflanzen beziehen.

226-238
KAPITEL 10 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Die Himmelskörper (Interpretation)
Barthel erklärt zunächst die Bedeutung von Himmelskörpern (für die Polynesier) und bezieht sich dabei auf Zeichen aus den Gruppierungen 001 - 099, 501 - 599, sowie 701 - 799. Anhand der Tafel P (gr. Leningradtafel) werden die Zeichen der Mondphasen beschrieben und erklärt. Auf die Mond-Darstellungen der Tafel C "Mamari" wird besonders hingewiesen und mittels "Unterabschnitt I bis VII" bis ins Detail erklärt.

239-247

TOP
KAPITEL 11 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Die Götter (Interpretation)
Barthel erklärt zunächst die Zeichen 510 bis 519 (Figuren mit einer liegenden "8" als Augenhöhlen eines Schädels und letztlich als Darstellung des Schöpfergottes "Makemake"). Hierbei geht er auf Darstellungen von Petroglyphen ein und zieht Vergleiche mit den Götternamen von anderen Polynesischen Inseln für Tane, Tiki und Tu.

239-258
KAPITEL 12 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Die Menschen (Interpretation)
In Kapitel 12 erklärt Barthel anhand der Zeichen 200 sowie 530 die Bedeutung von "anthropomorphe Figuren" sowie die Stellung menschlicher Gestalten als Abbilder im gesellschaftlichen Leben der Rapanui. "Mensch und Frucht" (Kinder) werden anhand der Zeichen 90, 91 sowie 74 erklärt, ... 240 - Geburt, ... 300 - ältere Personen, ... 690 - Vogelmann.

248-269
KAPITEL 13 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Die Handlungen (Interpretation)
In Kapitel 13 erklärt Barthel, wie Handlungen aus den Glyphen (vornehmlich aus den Darstellungen der Arme und Hände) zu lesen sind. Es wird auf die Bedeutung der Priester eingegangen, Wasser und des Wasser machens (Regenzauber mit kannibalischen Handlungen).

259-282
KAPITEL 14 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Der Tod (Interpretation)
Barthel schreibt: "Ein Leitmotiv in den Tafeltexten stellt der Tod dar". Barthel geht auf Zeichen für "Ahu" (Anlage) ein, Bestattungssitten, Menschenopfer, Tabu-Zeichen oder auch Trauergesänge ein.

283-291
KAPITEL 15 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Ethnographica (Interpretation)
Barthel gibt Informationen und Erkenntnisse als Diskussionsgrundlagen für folgende Begriffe:
a.) Boote,
b.) Häuser,
c.) Waffen,
d.) Steinbeil,
e.) Tanzpaddel,
f.) Brustschmuck,
g.) Gürtel und Federgirlande,
h.) Federkopfputz und
i.) Musikinstrumente.


292-303

TOP
KAPITEL 16 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Die Schrift (Interpretation)
Barthel zeigt wiederkehrende Muster in den Schrifttafeln "G", "E", "C", "N" und "A" auf, die zumeist in Verbindung mit dem Zeichen 380 stehen. Alle wiederkehrende Verbindungen enthalten zudem stets das Zeichen eines Stabes. Barthel meint, dass es sich hier offensichtlich um eine Art von Liste handeln könne. Es sind aber weder Königslisten noch Listen der Vogelmänner. Barthel meint, es könne sich bei dem Stab um das typische Zubehör von Sänger und Rezitatoren und bei dem Zeichen 380 um einen Priester handeln. Somit beziehen sich die Zeichen nicht auf Listen von Personen, sondern auf feststehende Traditionen.
In Erweiterung des Kapitels 16 geht Barthel auf weitere Zeichen und Verbindungen ein.

304-313
KAPITEL 17 :
Siehe auch Barthels Habilitationsschrift (PDF)
Ergebnisse
Hier fast Barthel zusammen, was die Rongorongo Schrift ist und was nicht.
1.) Die Schrift gehört beispielsweise nicht auf die Stufe der Piktographie;
2.) sie verfügt nur über einen begrenzten Bestand an Elementen;
4.) die Osterinselscchrift besteht überwiegend aus Ideogrammen;
5.) figürliche Redewendungen erscheinen als "geschriebene Metaphern";
6.) jedes Zeichen verfügt über seinen festen Lautwert;
7.) es ist nicht möglich, die Osterinselschrift vollständig als gesprochenen
     Satz mit allen grammatikalischen Partikeln wiederzugeben.
8.) Schließlich dienen in der Osterinselschrift die Lautwerte von einzelnen
     Zeichen dazu, um mit phonetischen Mitteln längere ausdrücke wenigstens
     teilweise wiederzugeben.
9.) Die Tafeln besitzen weitgehend einen unhistorischen Inhalt. Die Texte
     scheinen einen sakralen Charakter besessen zu haben.
    --> Die meisten Abschnitte in den Tafeltexten behandeln rituelle Praktiken.
    --> Manche Inschriften beziehen sich auf Fruchtbarkeitsmotive.
10.) Manche Schrifttafeln enthalten Verzeichnisse anderer Schrifttafeln.
11.) Die Osterinselschrift wurde >>>nicht<<< auf Rapanui erfunden.
314-339
Literaturverzeichnis  
340-346

TOP

 




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