GEOGRAFIE



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nur BLAU !
Das ist der Pazifische Ozean.
Die Osterinsel befindet sich im südöstlichen Teil des grössten Weltmeeres. Sie gilt als der am weitesten von einem anderen bewohnten Ort entfernte Flecken Land auf dieser Erde.
Nach fünf Stunden Flug von Santiago de Chile steigen Sie exakt 109º 26', 14'' westlich von Greenwich und 27º 09’ 30’’ südlich des Äquators, knapp unter dem Wendekreis des Steinbocks, aus dem modernen Linienjet.

Das ergibt eine Distanz zum Festland Chile in Südamerika von 3’765 Km.
Die nächste bewohnte Insel, Pitcairn mit nur 40 Einwohnern, liegt 2250 Km weiter im Westen.
Von Papeete/Tahiti sind es 4’239 Flugkilometer bis Isla de Pascua.



Die Landfäche der dreieckig geformten Insel misst 171 Km2.
Die gesamte Küstenlänge beträgt ca.60 Km.
Die höchste Erhebung, der Berg Maunga Terevaka,
ragt genau 507,41 Meter aus dem Meer.
In Wirklichkeit ist er etwa 3’500 Meter hoch,
3’000 m liegen unter Wasser.
Die Aussicht auf diesem Vulkankegel ist berauschend. Ein geschlossener Horizontkreis voller Ocean rundum.
Die relativ junge Insel ist vulkanischen Ursprungs. Die Vulkane sind jedoch nicht mehr aktiv. Flüsse oder Bäche gibt es nicht. In den drei grössten Kratern haben sich Regenwasser-Seen gebildet.
Der grösste Vulkankrater, Rano kau, hat einen Durchmesser von 600 m.



Bis vor wenigen Jahrzehnten sammelten die Insulaner das bei Ebbe in den Buchten austretende Grundwasser in Zisternen am Strand.
Schützende Korallen-Riffe vor der Inselküste sind nicht vorhanden. Umso spektakulärer sind die unaufhörlich an die steilabfallenden Lavafelsen aufprallenden Wellen. Wellensüchtige werden direkt vor dem Hotel Hanga roa und bei Hanga poukura an der Südküste von diesem Schauspiel verwöhnt.



Die Osterinsel, Rapa nui, wird gebildet aus den 3 Vulkanen:
Poike, Rano Kau, Maunga Terevaka,
die als Dreieck aus dem Südpazifik ragen. Die letzte Eruption hat vor wenigen tausend Jahren stattgefunden.



Die 3 Vulkane spieen gleichzeitig Lava ins Wasser, worauf der Raum zwischen ihnen zu Land wurde. Die letzte vulkanische Aktivität ist 2500 Jahre alt. Auf der Osterinsel finden sich rund 70 größere und kleinere Vulkankegel.
Man findet auf der Insel lediglich 2 schöne Sandstrände; der Rest ist schroffe, brüchige Felsküste, die teilweise zwischen 100 und 324 m unmittelbar aus dem Wasser emporsteigt. Unter Wasser erreicht der Landsockel schnell eine Tiefe von 500 m. Besonders in den Gegenden dieser zwei Strände haben sich Hotels angesiedelt, die jedes Jahr zahlreiche Touristen anlocken. Von der einfachen Unterkunft bis zur Luxusherberge ist eine große Vielfalt in der Hotellandschaft vorhanden. So können Reisende einen entspannten Urlaub im Robinson Club verbringen oder aktive Ferien machen und auf eigene Faust die Insel erkunden.

Auch einige Küstenregionen der Insel sind außerhalb der beiden Sandstrände beeindruckend schön und bieten für Wanderer unterschiedliche Motive und Eindrücke. Das Meer zieht einem hier geradezu magisch an; es wäre schade, wenn diese Regionen touristisch bebaut würden. Rustikale Urlaubsangebote vielleicht wie in Deutschland: Urlaub auf dem Hausboot, doch hier wären Hausboote sicherlich nicht so komfortabel, aber das gäbe sicher den besonderen Reiz.




Die Geburt einer Pazifik Insel

Die Geschichte der Osterinsel beginnt vor 3 Millionen Jahren.

Am Wendekreis des Steinbocks, 500 Km östlich des Pazifikgrabens, durchbricht flüssige Magma, die in 3’000 Meter unter dem Meeresspiegel liegende Nazcaplatte.
Die gewaltigen Lavamassen erheben sich bis 370 Meter über den Meeresspiegel des Stillen Ozeans und formen eine 12 Km2 grosse Insel.

Der einzige Flecken Land im Umkreis von 2250 Km. Meeresvögel landen auf dem nackten Vulkanfelsen und bringen die ersten, an den Füssen klebende, Samen.
Eine Million Jahre später erhebt sich 25km südwestlich ein zweiter Vulkan aus dem Pazifik und hinterlässt nach einer gewaltigen Explosion einen 450 Meter tiefen Krater, der sich mit Regenwasser füllt.
Nördlich bauen sich weitere Vulkane auf,
der höchste bis 570 Meter über Meer. Lange Lavaströme fliessen Richtung Süden und Osten und bilden mit den beiden bestehenden Inseln eine dreieckige, 171 Km2 grosse Landfläche.

Auf der mineralienreichen Lava spriesst eine gemischte, tropische Pflanzen-welt heran. Sogar Palmen wachsen auf dem kleinen Eiland. An den flachen Vulkanhügeln bilden sich nach tropischen Regenfällen kleine Rinnsale. Immer noch ausströmende Lava überdeckt ganze Wälder, vor allem im westlichen Teil der Insel.



Während der letzten Eiszeit wird es auch unterhalb des südlichen Wendekreises kühler und einige tropische Baum- und Pflanzenarten sterben wieder ab. Gräser und Farne überwuchern die nur von Seevögeln bewohnte Insel. In den drei Kraterseen wachsen meterhohe Totora-Binsen.

Kurz vor der Zeitenwende kommt die Vulkantätigkeit zum Stillstand und der einsame Flecken Land bewegt sich langsam, 2-15 cm pro Jahr, in Richtung Osten zum südamerikanischen Kontinent.

An der steil in den Pazifik abfallenden Felsenküste bilden sich keine Korallenriffe und in der relativ kühlen Meeresströmung entsteht nur eine reduzierte Fauna. An den beiden Sandstränden legen ab und zu Meeresschildkröten ihre Eier ab.
Erstes Leben breitet sich auf der Insel aus.