Besiedlungstheorie Osterinsel - Die eigene Schlussfolgerung

Besiedlungstheorie Osterinsel - Die eigene Schlussfolgerung


Besiedlungstheorie Osterinsel - Die eigene Schlussfolgerung


Da wir keine Zeitmaschine haben und nicht nachsehen können, wann die Osterinsel von wem zuerst besiedelt wurde, wird wohl niemand mit letzter Bestimmtheit sagen können, welche der Besiedlungstheorien der Wahrheit am nächsten kommt. Was uns bleibt, sind auch nur Spekulationen und vielleicht Hinweise, die in den bisherigen Theorien zu wenig Berücksichtigung fanden.

Zunächst ist einmal festzustellen, dass die Polynesier seit tausenden von Jahren begnadete Seefahrer waren und über Boote verfügten mit denen sie ganz Polynesien besiedelt haben. Es wäre daher kaum nachvollziehbar, warum die Polynesier nicht auch die Osterinsel und sogar den riesigen Kontinent Amerika finden konnten. Betrachtet man dagegen die Boote der Südamerikaner, so waren keine der dort hergestellten Boote hochseetauglich und begnadete Seefahrer die den ganzen Pazifik bereist haben, waren sie ebenso wenig. Südamerikanische Seefahrer hatten mit der Osterinsel auch keinen riesigen Kontinent vor sich, den man nicht verfehlen konnte. Ein Auffinden der Osterinsel wäre tatsächlich der berühmten Stecknadel im Heuhaufen gleich gekommen.

Die zum größten Teil vorherrschende Meinung, die frühen Seefahrer hätten auf dem Pazifik nur die Möglichkeit gehabt mit dem Humboldtstrom und den Passatwinden zu segeln ist nicht richtig. Auch in früheren Jahrhunderten ist im Pazifik immer wieder das Wetterphänomen El Niño aufgetreten und in diesen Phasen kehren sich die Wind- und Strömungsverhältnisse auf dem Pazifik um. Die frühen Seefahrer werden dieses Phänomen ganz sicher gekannt und für ihre Seereisen genutzt haben. Sowohl die Südamerikaner als auch die Polynesier konnten somit ihr Wissen von West nach Ost und Ost nach West transferieren.

Aufgrund der besseren Boote und navigatorischen Kenntnisse werden die Polynesier ganz sicher den südamerikanischen Kontinent erreicht, und von dort aus Pflanzen, Fertigkeiten und Wissen zurück auf die polynesischen Inseln gebracht haben. Dies könnte erklären, warum es auf mehreren polynesischen Inseln Steinaltäre und Skulpturen gibt, ebenso Kulturpflanzen wie die Süßkartoffel oder auch der Flaschenkürbis oder die Paprika. Über diesen Weg könnten bestimmte Kulturelemente auch auf die Osterinsel gelangt sein.

Betrachtet man die Steinplatten an der Ahu-Anlage Vinapu I (Osterinsel) und vergleicht sie mit den Steinmauern von Tiahuanaco (Peru), so sind die handwerklichen Techniken zu ähnlich als dass sie nicht von eingereisten Steinmeistern aus Peru gemacht worden wären. Betrachtet man dagegen die Steinmauern an der Ahu-Anlage "Poukura" so sieht jeder Handwerker, dass ungeübte Baumeister versucht haben, die Fertigkeiten am Vinapu I nachzumachen. Dies lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass eine Gruppe südamerikanischer Einwanderer auf die Osterinsel gekommen ist und Kulturwissen mitgebracht hat, die von der schon anwesenden Inselbevölkerung versucht wurde, in die nächsten Generationen weiterzutragen.

--> DNA-Untersuchungen aus den Jahren 2011 + 2014 bestätigen:
      zwischen 1280 und 1495 vermischten sich die Rapanui mit Südamerikaner!


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