LITERATUR

MUSIK

FILM

MUSEEN

Über die Osterinsel ist viel geschrieben worden.
Es gibt Bildbände, Sachbücher, Reiseführer.
Und es gibt Filme und Musik zum Thema Osterinsel.
Artefakte sind in verschiedenen Museen und Sammlungen zu bewundern.
Hier ist die Übersicht.

Wer das jeweilige Stichwort anklickt
kommt direkt zur Information.




LITERATUR


Anne Reichardt & Ingo Reichardt
DIE OSTERINSEL
Ein Reiseführer (149 Seiten mit Abb.)
Max Kasparek Verlag, Heidelberg 2000

persönliche Kommentare vom Osterinsel-Kenner Josef W. Schmid (JWS)

Barthel, Thomas
Das achte Land
Verlag Klaus Renner, München 1974
JWS :
Übersetzung eines kurz nach 1900 erstellten und bis 1955 geheimgehaltenen Dokumentes über die Besiedelung der Osterinsel. Interessantes Werk des bekannten deutschen Sprach- & Schriftforschers, mit ausführlicher Bibliographie seiner vielen Osterinsel-Artikel. Empfehlenswert.

Bärtels, Andreas
Farbatlas Tropenpflanzen. Zier- und Nutzpflanzen
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1996
ISBN 3-8001-3480-2
JWS :
Hervorragendes Werk, in dem viele Pflanzen der Osterinsel beschrieben & abgebildet sind. Sehr empfehlenswert für Naturfreunde.

Bildatlas-Spezial : Südsee
HB Verlags- & Vertriebsgesellschaft mbH, Hamburg 1996
ISBN 3-616-06438-4
JWS :
Informative Artikel zu verschiedenen Inseln Polynesiens, inkl. Osterinsel. Reich bebildert mit Karten.

Crawford, Peter
Nomaden des Windes. Paradies Polynesien
Köln, vgs, 1995
ISBN 3-8025-1290-1
JWS :
Hervorragendes Werk über die Geschichte Polynesiens. Nach der gleichnamigen TV-Serie der BBC & ARD.

Englert, Sebastian Father
Island at the Center of the World
New Light on Easter Island
Charles Scribner’s, New York 1970
JWS :
Niemand sammelte soviele Informationen auf der Osterinsel, als der deutsche Kapuzinerpater Sebastian Englert. Praktisch unbeeinflusst von sogenannten „professonellen Wissenschaftlern“ forschte das Sprachengenie unermüdlich von 1935-1969 auf der damals von der Welt abgeschotteten Insel.
Ganz anders als in anderen Missionsgebieten, trug der von der Inselbevölkerung verehrte Bibelverkünder viel zur Erhaltung der Osterinselkultur bei. Sehr empfehlenswert, leider nur in englisch erschienen.

Felbermeier, Fritz
Sagen und Überlieferungen der Osterinsel
Verlag Hans Carl Nürnberg 1971
JWS :
Unterhaltsame Erzählungen einiger Osterinsulaner.

Gatermann, Horst
Die Osterinsel.
Haag & Herchen, 1996
JWS :
Wenn es ein Nachdruck des früheren, gleichnamigen Dumont-Führers ist, dann sehr zu empfehlen, vor allem für Wanderer

Gatermann, Horst & Stadler Hubert
Begegnung mit dem Horizont-Osterinsel
Verlag C.J. Bucher GmbH, München 1994
ISBN 3 7658 0850 4
JWS
Empfehlenswerter Bildband für die Reisevorbereitung mit vielen grossformatigen Farbfotos.

Heerman, Ingrid
Schmuck der Südsee. Ornament und Symbol
Objekte aus dem Linden-Museum, Stuttgart
Prestel Verlag, München 1990
ISBN 3-7913-1105-0
JWS :
Spitzenfotos mit hervorragender Einführung. Sehr empfehlenswert für Ethnic-Schmuckliebhaber.

Homann, Hermann
Entdeckungsreise nach Tahiti und die Südsee 1772-1775
Georg Forster
Edition Erdmann, Wien 1995
ISBN 3-522-60160-2
JWS :
14.Kapitel: „Nachricht von der Osterinsel und unserem Aufenthalt daselbst“. Höchst interessanter Bericht von den beiden ersten wirklichen Südsee-Forschern, Vater & Sohn Forster.
Sehr empfehlenswert.

Lee, Georgia
The Rock Art of Easter Island
Symbols of Power, Prayers to the Gods
Institute of Archaeology 1992
ISBN 0-917956-74-5
JWS :
Umfangreichste Studie über die Felsbildkunst der Osterinsel.
Empfehlenswert, englisch.

Leopold, Peter & Herrgott Ricardo
Rapa nui - Die Osterinsel.
Alltag & Mythos des entlegensten Eilands der Welt.
Löwen Edition Wien 1994
ISBN 3-9500351-0-9
JWS :
Das kompletteste Buch zur Osterinsel !
Daten zur prähistorischen Geschichte jedoch etwas tendeziös. Unter der Adresse Löwen Edition, Peter Leopold, Laimgrubengasse 19/10, A-1060 Wien, sind eine der umfangreichsten Literaturliste, sowie Diashow, CD-Rom, CD-I & Video erhältlich.
Gratulation zur Mammut-Recherche !

Merian
Südsee und Hawaii
12. Dezember 96/C 4701 E, Nr.: 12/49
ISBN 3-455-29612-2
JWS :
Empfehlenswerte Lektüre zu aktuellen Themen der Südsee, mit gutem Kartenteil

Metraux, Alfred
Die Osterinsel
JWS :
eines der wenigen empfehlenswerten Bücher zum Thema Osterinsel
mit einer Fülle von ethnologischen & archaeologischen Informationen,
gesammelt 1934, während eines längeren Expeditions-Aufenthaltes

Oliver, Allen
Die Entdeckung der Pazifik-Inseln. Die Seefahrer
Time-Life Bücher, Amsterdam 1983
ISBN 9-06-182-416-8
JWS :
Interessante Fakten & Bilder zur historischen Seefahrt im Pazifik. Empfehlenswert

Paturi, Felix R.
Geister, Götter und Symbole.
Ein Atlas der geheimen Botschaften.
Frederking & Thaler, München 1995
ISBN 3-89405-349-6
JWS :
Interessante Antworten auf die Rätsel der Welt.

Prachan, Jean
Das Geheimnis der Osterinsel
Erschienen 1993
JWS :
Erster Buchteil sehr informativ, zweiter Teil spekulativ (versunkener Kontinent etc.)

Sagnes, François
Die Osterinsel
Schirmer/Mosel, München 1990
ISBN 3-88814-369-1
JWS :
Grossbildband mit heute historischen S/W Fotos.

Seeler, Rolf
Chile mit Osterinsel.
DuMont Buchverlag, 1998
JWS :
Osterinselteil zu kurz, wenig Information

Stanley David
Südsee-Handbuch
Verlag Gisela E.Walther, Bremen 1994
ISBN 3-923550-40-5
JWS :
Empfehlenswertes Reisehandbuch für die ganze Südsee. Osterinsel mit knapper, aber nicht mehr ganz aktueller Beschreibung.

Wessel, Günther
Chile und die Osterinsel. Reise Know- How.
Reise Know-How, Rump Verlag
JWS :
Endlich ein Autor der an Ort & Stelle recherchierte und nicht nur kopiert & faselt. Einziger zu empfehlender Reiseführer für die Osterinsel, umfangreich & top-aktuell !!!
Erhält so viele Sterne wie am Südhimmel hängen.

1500 Jahre Kultur der Osterinsel
Schätze aus dem Land des Hotu Matua
Verlag Philipp von Zabern, Mainz am Rhein 1989
ISBN 3-8053-1064-1
JWS :
Katalog der Osterinsel-Austellung im Senckenbergmuseum Frankfurt 1989. Artikel von verschiedenen Autoren zu Natur, Kultur, Gegenwart & Zukunft der Osterinsel. Mit 145 Seiten Beschreibung & Bilder der Exponate aus 37 Museen.
Sehr empfehlenswert.



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MUSIK

Die Musikgruppe G.E.N.E. besuchte Rapa nui,
um sich vor Ort von der Atmosphäre und den Klängen dieser außergewöhnlichen Insel künstlerisch inspirieren zu lassen. Klick auf den Falken trägt zur Musikgruppe.



Es entstand die CD "Magic Island". Wer mehr über dieses Projekt wissen will, der kann mit diesem Insel-Falken zu G.E.N.E. fliegen :

Magic Island
Sound: G.E.N.E. "Magic Island"

Demo von der CD: G.E.N.E: "Magic Island"

Klaenge von der Osterinsel
Sound: "Klaenge von der Osterinsel"

Demo von der CD: "Klänge von der Osterinsel""

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FILM

"Rapa nui"
Hollywood...Kevin Costner.
1993 werden die Osterinsulaner aus dem Dornröschenschlaf geweckt. 200 australische & amerikanische Filmtechniker, ein Dutzend Maori-Schauspieler aus Neuseeland und ein Teil der Administrations-Crew „Kevin Costner Production Co.“ richten sich in diversen Hotels im Inseldorf Hanga roa ein.
Die zwei wöchentlichen Flüge der chilenischen Fluggesellschaft Lan Chile reichen nicht, um die Tonnen Technikmaterial zur Insel zu schaffen. Zusatzflüge und Schiffe werden gechartert. Lastwagen, Container, fahrbare Küchen und Toiletten, riesige Zelte für mobile Restaurants, Kopiergeräte, Baumaschienen, kilometerweise Kabel, Generatoren und ...Food, Food, Food und nochmals Food.



Mit den herangeschafften Kalorien könnten sämtliche Osterinselkolosse zum erneuten Marschieren bewegt werden. Aber auch die Insulaner bewegen sich. Essen ist eine beliebtere Beschäftigung als Geld verdienen. Darum sind mit wenigen Ausnahmen die Leute bereit, für ein bescheidenes Tagesgehalt von ca. US.15.- als Statist, resp. „Extra“ anzutreten. Das ist immerhin mehr als der Staat beim Strassenbau oder die Archäologen beim Restaurieren des Ahu Tongariki bezahlen.
„Extra“ wird zum meistgenannten Wort für Monate auf der Insel.
2000 Kostüme werden unter der Leitung des Engländers John Bloomfield angefertigt. Medienleute in aller Welt machen sich zu Hundertschaften auf nach Rapa nui. Kevin Costner selbst ist kaum zu sehen auf dem gigantischen Naturfilmset. In seinem Privatjet fliegt er nur für zwei Tage nach Rapa nui. Das Filmepos handelt vom voreuropäischen Inselleben und dem dramatischen Gesellschaftszerfall. Da standen angeblich noch Palmen auf der entfernten Insel. Das Abholzen der immer kleiner werdenden Wälder verursachte Erosion und soziale Unruhen. Fruchtbarkeitskulte wie der alljährliche Wettbewerb der Vogelmannkandidaten führten bedeutende Veränderungen der traditionellen Machtstrukturen herbei.
Das sind aktuelle Themen zur Umwelt- und Globalisierungsproblematik des ausgehenden Milleniums. Anstelle der abgeholzten Palmenwälder werden Plastikbaumstümpfe in den grasbewachsenen Vulkanboden eingeschlagen. Trotzdem verteufeln die Medien das auf der Insel willkommene Hollywood mit Hiobsbotschaften wie „Kahlschlag auf der Isla de Pascua. Für den Film wurde ein Teil der verbliebenen Palmen gefällt.“ In Tat und Wahrheit wird eine Einzige der vor Jahren aus Tahiti importierten Kokospalmen geopfert. Die Palmenstämme selbst sind bandagierter Eukalyptus.
Rückblick: Muss Holliwood immer negativ sein?



Für die über 40 Nebenrollen wurden neuseeländische Maori-Schauspieler engagiert. Sie sprechen eine ähnliche Sprache wie die Leute von Rapa nui. Die Zusammenarbeit der aus dem gleichen Kulturkreis stammenden Polynesier führte zu echten Verbrüderungen. Mit dem relativ geringen Verdienst kauften sich die meisten „Extras“ Kochherd, Betten, Polstersessel, Video usw., früher unerschwingliche Luxusgüter.
Am Filmende blieben Handwerksmaschinen und vieles mehr auf Rapa nui zurück. Willkommene Geräte, um für den vermeintlichen Touristensturm Gästehaus, Restaurant oder Souvenirladen aufzubessern.
Das Hollywoodprodukt „Rapa nui“ selbst flimmerte als Flop über die Weltleinwand, die Kinogänger verstanden die Botschaft nicht. Die aufgeschlossene und fröhliche Osterinselfamilie jedoch geniesst die willkommenen Veränderungen, die ohne Verfilmung ihrer Vergangenheit nicht stattgefunden hätten.

Titel:
"Rapa nui"
Haupdarsteller:
Jason Scott Lee (Noro), Esai Morales (Make) und Sandrine Holt (Ramana).
Drehbuch:
Tim Rose Price & Kevin Reynolds.
Regie:
Kevin Reynolds.
Produktion:
Kevin Costner & Jim Wilson.

Der Film „Rapa nui“ ist im Videohandel erhältlich.
Tip: Sehen Sie sich den Kinofilm „Rapa nui“ erst nach dem Osterinselbesuch an. Das Thema ist zu komplex und ohne Vorinformation nicht ganz verständlich.
Eine Dokumentation über die spektakulären und z.T. gefährlichen Filmarbeiten ist in vielen TV-Kanälen gezeigt worden. Diese Dokumentation beinhaltet eindrucksvolle Schilderungen der Ereignisse beim Filmdreh und ist wirklich sehenswert. Während der Ausstrahlung im Fernsehen wurde sie auf vielen Kanälen allerdings oftmals durch lustige Werbung unterbrochen, was das Fernsehvergnügen deutlich beeinträchtigte. Deshalb ist es lohnenswert, sich die Dokumentation noch einmal auf DVD oder Video ganz ohne Werbeunterbrechungen anzusehen.
In Buchform erschienen „Der Roman zum Film“ und „Die offizielle Dokumentation“ im Verlag ECON.

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MUSEEN

Man sollte meinen, das „Museo antropologico Padre Sebastian Englert“ auf der Osterinsel sei ein Tresor polynesischen Kulturgutes. Weit gefehlt! Der 1988 neu gebaute und 1998 restaurierte Museumskomplex ist ein exemplarisches Beispiel kolonialistisches Vandalentum.
Der gesamte transportierbare Inselschatz ist weltweit in „historischen & etnographischen Museen“ gelagert. Nur die tonnenschweren Kolossalstatuen verblieben mit wenigen Ausnahmen auf Rapa. Im Inselmuseum selbst sind ein paar dürftige Statuenbrocken und verblichene Fotokopien historischer Stiche zu betrachten. Das einzige Prunkstück in dem, nach dem deutschen Kapuzinerpater Sebastian Englert genannten Museum, ist ein 1978 bei Ausgrabungen am Anakena-Sandstrand gefundenes Korallen-Auge. Es ist der einzige Nachweis, dass die Moai-Statuen eingelegte Augen zierten.

Museen in Deutschland
Die umfangreichste Osterinsel-Sammlung Deutschlands ist im
Staatlichen Museum für Völkerkunde, Berlin-Dahlem untergebracht.
Gezeigt werden diverse rituelle Holzschnitzereien, eine 16 Meter lange geflochtene Schnur aus Menschenhaar, Rongo Rongo Schrifttafeln, Speerspitzen aus Obsidian, Tätowierinstrumente und Steinfiguren sind ausgestellt.
Im Rautenstrauch-Joest Museum für Völkerkunde in Köln
sind unter anderem prächtige und seltene Federperücken zu sehen.
Weitere Osterinsel-Artefakte sind in folgenden Museen:
Städtisches Museum, Braunschweig
Übersee-Museum, Bremen
Staatliches Museum für Völkerkunde, Dresden
Institut für Völkerkunde an der Universität Göttingen, Göttingen
Hamburgisches Museum für Völkerkunde und Vorgeschichte, Hamburg
Römer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim
Museum für Völkerkunde, Leipzig
Völkerkunde-Sammlung der Hansestadt Lübeck
Staatliches Museum für Völkerkunde, München

Museen in Österreich
Das Museum für Völkerkunde in Wien zeigt Angelhaken aus Stein, Phallisches Zündgerät aus Holz, Ohrpflöcke aus Fischwirbel, Federkrone, Kalebassen mit Eiern, Steinköpfe

Rongo Rongo Schrifttafeln sind in folgenden Museen
Staatliches Museum für Völkerkunde, Berlin-Dahlem Deutschland (1)
Museum für Völkerkunde, Wien Österreich (2)
Congregazione Padre dei Sacri Cuori, Via Monte Carmelo, Rom Italien (3)
Musée de l’Homme, Paris Frankreich (1)
Museum Anthropology and Ethnography St Petersburg, Russia (2)
Brithish Museum, London England (3)
Musée de Tahiti et des Iles, Tahiti Polynesie Française (1)
Bernice P. Bishop Museum Honolulu, Hawai’i USA (4)
United States National Museum, Washington D.C. USA (2)
The American Museum of Natural History, New York USA (1)
Arman Collection, New York USA (1)
Museo National de Historia Natural, Santiago de Chile (3)
Museo Fundación Fonck, Viña del Mar Chile

Seltene, mit Rindenbaststoff verkleidete und mit Tätowiermuster bemalte Strohpuppen gelangten 1899 ins Peabody Museum of Archology and Ethnology, Cambridge USA.



Moai vom Orongo, im Museum of Mankind, London


Im Londoner National Maritim Mueum sind Stiche und Bilder von William Hodges, Mitglied der James Cook Expedition aus dem Jahre 1774 zu sehen.

1868 schleppten 300 englische Marinesoldaten und 200 Einheimische einen 2.30 Meter grossen Basaltstein-Moai, genannt Hoa Haka Nana Ia, vom Rano Kau Krater zum Dorf Hanga roa.. Die Statue ist reich verziert mit Vogelmann Symbolen und Häuptlings-Zeptern. Angeblich war sie mit roter und weisser Farbe bemalt, die jedoch beim Transport ging jedoch verloren ging. Mit dem Schiff Topaze gelangte das einmalige Exemplar nach London und steht heute im Foyer des British Museum.

Eine weiterer, kleinerer Moai mit rotem Pukao, steht im United States National Museum, Washington D.C. USA.

Originalstatuen stehen auch im Stadtzentrum von Santiago, La Serena und Viña del Mar, Chile.


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