Der Flughafen Mataveri auf der Osterinsel

Der Flughafen Mataveri auf der Osterinsel


Der Flughafen Mataveri:

Der Flughafen Mataveri auf der OsterinselDer Flughafen Mataveri auf der OsterinselKurzbeschreibung:

Der Flughafen "Mataveri" befindet sich an der Westküste der Osterinsel, am Rande des einzigen Ortes "Hanga Roa." Hanga Roa hat einen ländlichen Charakter mit einer Siedlungsfläche im Kern von gerade einmal neun Quadratkilometer. Vom Flughafen lassen sich im Radius von maximal drei Kilometer so gut wie alle Zielpunkte erreichen.

Das Flughafengebäude zur Abfertigung der Passagiere und der Frachtgüter ist nicht größer als das einer Kleinstadt mit Sport- oder kleinen Privatflugzeugen. Dennoch besitzt die Osterinsel mit 3.353 Metern Länge eine Start- und Landebahn, die als eine der längsten Bahnen Südamerikas gilt. Die Bahn trennt dabei mehr oder weniger die südwestliche Region der Insel mit der Vulkanerhebung Rano Kau, von der übrigen Insel. An der Westküste bleibt nur ein Durchgang zwischen Rano Kau und dem Ortskern von Hanga Roa gerade einmal 200 Meter Breite, an der Südküste ein Durchgang zwischen Rano Kau und der Inselgebiete im Osten und Norden, von 250 Meter.

Die erste provisorische Start- und Landebahn wurde 1950 auf einer Länge von 1.331 Meter hergerichtet, 1955 auf 2.600 Meter (optional 3.000 Meter) eingemessen, aber erst mithilfe der Amerikaner 1964/65 auf 2.930 Meter ausgebaut. Ihre endgültige Größe und Länge erhielt die Start- und Landebahn 1985, als die US-Weltraumbehörde NASA den Flughafen für ihr Space-Shuttle-Programm auf 3.353 Meter ausbaute.

 

Quelle:
- "Historia Aeronautica de Chile" (Totorial Manutara)
- "Rapa Nui Journal", RNJ_25_1, David Maddock, 2011
- "Island at the End of the World - The turbulent History of Easter Island", von Steven R. Fischer, 2005,
- "Rapa Nui Journal", "RNJ_24_1, Steven Roger Fischer, 2010
- "Rapa Nui Journal", RNJ_24_2, Steven Roger Fischer, Oktober 2010
- "Wikipedia"

 

Der Flughafen "Mataveri":

Die Osterinsel besitzt mit "Mataveri" einen Flughafen, dessen Star- und Landebahn eine Länge von insgesamt 3.353 Metern hat. Die eigentliche Bahn, besteht aus Asphalt, liegt auf 69 Meter über NN, ist 3.318 Meter lang und 44 Meter breit. Sie gilt damit als eine der längsten Start- und Landbahnen Südamerikas. Die Bahn trennt den südwestlichen Teil der Insel, bis auf zwei kleine Durchlässe im Westen und Süden, vom Rest der Insel. Und doch ist das Areal des Flughafens mit ihren Abfertigungshallen relativ klein und überschaubar. Es gibt nur eine kleine Ankunftshalle, ein kleines Gepäckband, eine kleine Schleuse für die Gepäckaufgabe und einen kleinen Wartebereich im Abflug Terminal. Selbst die Parkplätze vor dem Flughafengebäude sind überschaubar.

Flughafen Mataveri auf der Osterinsel

Der Flugbetrieb für Passagiere wurde am 03. April 1967 mit einer DC-6B den aufgenommen. 1974 begann der Linienflugverkehr mit Düsenjets der Marke Boeing 707s und mit der Erweiterung der Start- und Landebahn 1985, öffnete sich der Flughafen Mataveri auch für Großraumflugzeuge. Damit wurde der Weg frei, die Osterinsel regelmäßig auch mit frischen Lebensmitteln und Konsumgütern zu versorgen.

Größere Lasten wie Baumaterial, PKWs, LKWs usw. werden allerdings weiterhin mit Transportschiffen zur Osterinsel gebracht. Erstaunlicherweise besitzt die Insel bis heute nur einen ganz kleinen Umschlaghafen und die Frachtgüter müssen umständlich mit Stahlbarkassen von den Transportschiffen zum Hafen gebracht werden.

 

Tourist-Information:

Touristen, die die Osterinsel besuchen möchten, finden --> hier hilfreiche Informationen.

 

Die geschichtliche Entwicklung:

1937:

Roberto P. Singer, Gründer der Fluglinie Chile - OsterinselDer chilenische Luftwaffenoffizier Roberto Parragué Singer plant einen Langstreckenflug von Chile zur Osterinsel. Seine Vorgesetzten lehnen sein Vorhaben mit der Begründung ab, es gäbe hierfür keine geeigneten Flugzeuge.

1950:

Der Australier Patrick Taylor lässt über die Medien verlauten, dass er einen Flug "Australien - Tahiti - Osterinsel" plant. Parragué Singer kann den chilenischen Präsidenten Gabriel González Videla von der historischen Wichtigkeit eines Fluges zur Osterinsel überzeugen und erhält die Genehmigung für diesen historischen Erstflug.

Auf der Osterinsel, am Fuße des Rano-Kau bei Mataveri wird eine provisorische Landebahn von insgesamt 1.331 Metern Länge hergerichtet. Das "Richten" besteht aus dem Abräumen von Steinen sowie das Einebnen von größeren Unebenheiten. In Chile wird ein Amphibienflugzeug vom Typ "Catalina Speedway 405" für einen Langstreckenflug umgerüstet. Das heißt, das Flugzeug bekommt eine Radaufhängung und zusätzliche Treibstofftanks. Das Dampfschiff "Allipen" wird gechartert, um damit Mechaniker, Benzin, Öl und Ersatzteile zur Osterinsel zu bringen und so den Rückflug abzusichern.

Kennzeichnung des ersten Flugzeuges auf der Osterinsel - Manu Atara

1951:

Flughafengebäude Mataveri auf der OsterinselAm 20. Januar 1951 landet Parragué Singer mit einem Stab von acht Mann (Piloten, Mechaniker und Navigatoren) mit der Catalina Speedway 405 auf der Osterinsel. Das Flugzeug trägt den Namen "Manutara" (Vogel des Glücks). Heute erinnert noch ein Stein an dieses Ereignis, das vor dem Flughafengebäude aufgestellt wurde. Es zeigt einen Vogel und die Jahreszahl 1951.

Der Rückflug, einige Tage später, wird von Land ins Wasser verlegt, weil die provisorische Startbahn wegen ungewöhnlich starker Regenfälle zu weich geworden war. Im Wasser wurde das Flugzeug jedoch durch zwei Brandungswellen so stark beschädigt, dass die Crew mit dem Schiff zurück nach Chile muss. Das Flugzeug wird auf der Osterinsel zurückgelassen.

Das erste Flugzeug auf der Osterinsel - 1951

Patrik G. Gaylor am 13. März 1951 März 1951:

Ende März 1951 bekommt die Osterinsel erneut Besuch von einem Flugzeug und zwar die "Fregate-Bird II", einem Catalina-Flugboot von Patrick G. Taylor. Taylor war am 13. März 1951 von Sydney aus gestartet, erreichte am 22. März 1951 Mangareva, um dann zur Osterinsel weiterzufliegen. Von Parragué Singer wusste Taylor, dass die Landebahn auf der Osterinsel für Flugzeuge nicht sicher ist und so landet Taylor auf der anderen Seite der Insel in der Nähe der dort bereits wartenden Tankschiffe im Wasser. Angesichts der Witterung will Taylor möglichst schnell wieder starten, doch das Auftanken des Flugzeuges verzögert sich und so hat Taylor Zeit, sich die chilenische "Manu-tara" persönlich anzusehen. Der Weiterflug am nächsten Tag zur "Quintero Air Base" in Valparaíso verläuft ohne Komplikationen. Taylor und seine Crew werden für diese Pionierleistung (Flug Australien - Chile) zu Ehrenoffizieren der chilenischen Luftwaffe ernannt.

das erste Flugzeug auf der Osterinsel muss zunächst auf der Insel bleiben

1952:

Im Januar 1952 versucht Parragué Singer, die Manutara auf eigene Faust zurückzuholen und kehrt mit dem jährlichen Versorgungsschiff zurück auf die Insel. Er wird jedoch verhaftet und nach Chile zurückgebracht, weil man ihm vorwirft, Ersatzteile für die Reparatur von der Luftwaffe gestohlen zu haben. In Chile kann Parragué das "Missverständnis" aufklären und fortan ist der Vorwurf des Diebstahls vom Tisch.

März 1952:

Parragué Singer kehrt erneut auf die Osterinsel zurück und kann mithilfe einer Mechaniker-Crew die "Manutara" reparieren. Dennoch befiehlt das Oberkommando, das Flugzeug per Schiff nach Chile zurückzubringen.

Oktober 1952:

Am 17. Oktober 1952 werden der "Fuerza Aérea de Chile" - (FACh) zu Deutsch: "Luftstreitkräfte der Republik Chile" von der chilenischen Marineverwaltung insgesamt 99 Hektar Landfläche bei Mataveri zur Verfügung gestellt. Die "FACh" will auf der Osterinsel einen Luftwaffenstützpunkt errichten.

1953:

Der Pachtvertrag mit der Ausbeutungsgesellschaft ist abgelaufen. Noch im selben Jahr beginnen die ersten Messungen und topografische Arbeiten für einen Luftwaffenstützpunkt.

1953 - Landverteilung auf der Osterinsel

1954:

Am 20. Januar 1954 wird von der "FACh" die Gründung eines Flugplatzes auf der Osterinsel beschlossen. Die unmittelbaren Maßnahmen danach sind der Bau eines Gebäudes sowie die Ernennung des meteorologischen Flockkapitäns Gustavo Hameau U zum Standortleiter. "Hameau U " veranlasst noch im gleichen Jahr den Aufbau einer Radiostation mit Radiosender und Wetterdienst für die Insel.

1955:

Die Start- und Landebahn wird auf zwei Spuren mit einer Länge von 2.600 Metern (optional 3.000) eingemessen. Ein weiteres Gebäude für das Flughafengelände wird errichtet. Gustavo Hameau U erhält einen Jeep. Für den Nachschub von Treibstoffen und Nahrungsmitteln wird eine regelmäßige Versorgung über den Seeweg sichergestellt.

1956:

Briefmarke anlässlich des ersten Fluges zur OsterinselBriefmarke anlässlich des ersten Fluges zur OsterinselAnlässlich des historischen Fluges zur Osterinsel, bringt Chile am 10. August 1956 die Briefmarke "MiNr. 515" heraus. Sie zeigt die "Manu-tara" im Flug über einen Moai-Kopf und hat einen Wert von 2 Pesos.

Durch die Währungsumstellung von 1961 wurde diese Briefmarke mit der MiNr. "590" neu aufgelegt.

1957:

Im Juli 1957 besteht die Landebahn immer noch aus einer eingeebneten Grünfläche von 200 Metern Länge, die lediglich mit Drahtmatten versehen ist. Diese wird von einer zwölfköpfigen Einheit der chilenischen Luftwaffe, einschließlich mehrerer Offiziere "bewacht" und "gewartet". Reguläre Flugzeuge können hier allerdings nicht landen, weil die Landebahn viel zu kurz ist. Außerdem hätten gelandete Flugzeuge nicht die Möglichkeit, neu aufzutanken, weil keine Benzinvorräte vorhanden sind.

In der zweiten Jahreshälfte 1957 befindet sich der deutsche Ethnologe Dr. Thomas Barthel auf der Osterinsel und interessiert sich vornehmlich für die Besiedlungsgeschichte und die Rongorongo Schrifttafeln.

1958:

Im Januar 1958 reisen drei Regierungsbeamte der chilenischen Navy, Air Force Meteorological Service an, um die Start- und Landebahn in Augenschein zu nehmen und um die Kosten sowie den Materialbedarf für die Bahn-Erweiterung zu ermitteln.

1959:

Roberto Parragué Singer hat sich privat ein baugleiches Amphibienflugzeug wie das Flugzeug "Manutara" aus 1951 gekauft und möchte erneut zur Osterinsel fliegen. Das Flugzeug trägt den Namen "Manutara II". Sein Antrag für den Flug zur Osterinsel wird abgelehnt. Dennoch nutzt er seine Position als "Kommandeur der "Quintero Air-Basis" und fliegt die "Manutara II" zur Osterinsel. Auch der anschließende Rückflug klappt perfekt, er bringt sogar zwei Rapanui sowie Post mit zurück zum Festland.

Robert P. Singer 1959 auf der Osterinsel

Das Oberkommando der Luftwaffe will Parragué Singer‘s eigenmächtiges Handeln nicht länger akzeptieren und versetzt ihn in den Ruhestand. Parragué Singer nutzt seine Position als Pensionär, kauft sich eine zweite Maschine und gründet seine eigene Flugfirma mit Namen "Aeroservicios Parragué" (ASPAR Ltda.).

1960:

Am 23. Mai 1960 rollt eine rund sechs Meter hohe Tsunami-Welle auf die Osterinsel. Diese Flutwelle stößt auf die Südostspitze, die Poike-Halbinsel und wird durch die Spitze wie ein Pflug nach links (Südküste) und rechts (Nordküste) auseinander geschnitten und abgeleitet. In der "Hotu-iti"-Bucht verfängt sich jedoch das Wasser und stößt die mächtige Ahu-Anlage "Tongariki" hunderte Meter weit ins Landesinnere. Während Tongariki komplett zerstört wird, bleibt die restliche Insel von dem Tsunami verschont.

1961:

Parragué Singer unternimmt seinen dritten Flug zur Osterinsel, dieses Mal mit Passagieren. Nun beginnt auch die "Linea Aerea Nacional (LAN)", sich für Parragué Singers Ideen einer internationalen Transpazifik-Route zu interessieren. Die "LAN" war am 5. März 1929 als Linea Aeropostal Santiago-Arica und Teil der chilenischen Luftwaffe gegründet worden, um zwischen Santiago und Arica in der Nähe der peruanischen Grenze zu fliegen.

1963:

Die "Manutara I" wird von der staatlichen Fluglinie "LAN" gepachtet, um eine Handelsroute zwischen der Osterinsel und dem Festland zu testen.

Nachdem die Flughafenpläne für die Osterinsel bekannt werden, beschließt der amerikanische Botschafter in Chile, mit zwei DC-6 Flugzeugen (1 Flugzeug mit dem Botschafter, 1 Flugzeug mit Vorräten) zur Osterinsel zu fliegen. Das erste Flugzeug fährt sich jedoch beim Anflug in den weichen Boden der Landebahn fest. Das zweite Flugzeug landet erst gar nicht und fliegt zurück nach Chile.

Ein chilenisches Marineschiff holt die amerikanische Delegation wieder ab und bringt einen Bulldozer mit auf die Insel, um das Flugzeug aus dem weichen Boden zu ziehen. Das erdverkleidete Flugzeug ist zwischenzeitlich jedoch, unter Anweisung des Insel-Gouverneurs Martin, von 60 Insulanern ausgegraben und von der Landebahn gezogen worden. Der Bulldozer verbleibt zunächst auf der Insel und soll zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgeholt werden.

1964:

Parragué Singer wird Direktor der staatlichen Fluggesellschaft "LAN-Chile" und beginnt auch, eine kommerzielle Flugroute "Chile - Osterinsel - Papeete" aufzubauen. Die Insel kann jedoch nur mit leichten Flugzeugen angeflogen werden, da die Landebahn für die schweren DC-6 Flugzeuge zu weich ist.

Der neue chilenische Präsident Eduardo Frei Montalva gestattet der US Air Force, auf der Osterinsel eine Basis zu errichten. Mit finanzieller Hilfe der Amerikaner soll die Start- und Landebahn auf der Osterinsel erweitert und für schwere DC-6 Flugzeuge und Hercules-Transportmaschinen saniert werden.

Die Rapanui sabotieren den amerikanischen Bulldozer, als dieser Ende 1964 durch das kanadische "METEI"-Schiff "Cape Scott" wieder aufs chilenische Festland zurückgebracht werden soll. Die Rapanui wollen den Bulldozer behalten. Der Bulldozer ist zwischenzeitlich zu einem unentbehrlichen Arbeitsgerät bei der Sanierung von Straßen und beim Be- und Entladen der Schiffe geworden.

1965:

Mit US-amerikanischer Unterstützung wird die Start- und Landebahn bei Mataveri umfassend saniert. Der chilenische Präsident Eduardo Frei-Montalva fühlt sich eng mit den US-Amerikanern verbunden und gestattet der US Air Force deshalb, eine Satelliten-Überwachungsstation für ihr Raumfahrtprogramm und Notfallflughafen für große Transportflugzeuge zu errichten. In Wirklichkeit geht es den Amerikanern vorrangig um die Überwachung von sowjetischen Aktivitäten im Pazifik und Telekommunikation in Südamerika und danach erst um eine mögliche Rettung von Astronauten. Die Basis soll mit rund 100 Mitarbeitern besetzt werden. Dazu brauchen die Amerikaner einen richtigen Flughafen und keine primitive Start- und Landebahn.

Durch die Erweiterung der Start- und Landebahn, gehen wertvolle Siedlungsspuren der Ahu-Anlage "Mahave" verloren. Die Pläne, einen neuen Flugplatz an der Nord-/Ostküste mit Basis "Anakena" zu bauen, werden wegen zu hoher Kosten verworfen.

Landverteilung 1966

1966:

Die Landebahn des Flughafens "Mataveri" ist saniert, die Amerikaner beginnen, ihre Basis zu errichten und nutzen den Flughafen sporadisch für Landungen und Starts ihrer Hercules-Lastflugzeuge. Ansonsten landen und starten nur chilenische Militärmaschinen.

Die Osterinsel erhält den Status einer chilenischen Provinz. Damit werden die Rapanui endgültig den Festland-Chilenen gleichgestellt. Fortan gelten keine Militärgesetze mehr, sondern das chilenische Zivilrecht. Das Kriegsrecht von 1914 wird nach 51 Jahren aufgehoben.

1967:

April 1967:

Der Flughafen mit der neuen Start- und Landebahn ist fertig und wird für größere Flugzeuge geöffnet. Am 03. April 1967 nimmt die staatliche Fluglinie "LAN-Chile" mit einer "DC-6B" den regelmäßigen Flugdienst zur Osterinsel auf. Die Maschine trägt den Namen "Manutara III" und bietet Platz für 40 Passagiere. Die Flugzeit beträgt neun Stunden. Im Jahr 1967 bringt LAN-Chile über 400 Passagiere auf die Insel. Sie übernachten zunächst in einem "Zelthotel" und werden mit zwei (später drei) firmeneigene Pickups zu den archäologischen Stätten gefahren.

Erstagsbrief 1967 anlässlich der ersten kommerziellen Flugroute zur Osterinsel

1968:

Mit einer der Verkehrsmaschinen kommt auch Erich von Däniken auf die Insel (23.09.68-19.11.1968). In seinen späteren Veröffentlichungen meint Däniken, Spuren von Außerirdischen auf der Osterinsel gefunden zu haben.

1969:

Die Osterinsel wird von LAN-Chile zweimal im Monat angeflogen.

1970:

Die Landebahn des Flughafens wird verlängert, da sie für Jets zu kurz ist.

1971:

Flugpostmarke von 1971 - Flugroute Santiago - OsterinselDer neue chilenische Staatspräsiden Salvador Allende hat den Amerikanern vorgegeben, die Osterinsel zu verlassen. Ab Anfang 1971 haben die Chilenen und damit die Rapanui ihren Flughafen für sich.

LAN-Chile richtet einen regulären Flugbetrieb "Santiago - Osterinsel - Tahiti" ein.

Im November 1971 eröffnet das "Honsa"-Hotel mit 60 Zimmern und löst damit das "Zelthotel" aus dem Jahre 1967 ab.

1973:

Mithilfe der Amerikaner wird der chilenische Präsident Salvador Allende gestürzt. Führer und Diktator wird General Augusto Pinochet, der Amerika wohl gesonnen ist.

1974:

Briefmarken 1974 - Erinnerung Flugroute Boeing 707 zur Osterinsel1974 beginnt der Linienflug-verkehr mit Düsenjets (Boeing 707), wohl auch durch den neuen Förderer und Gönner, dem chilenischen Diktator Augusto Pinochet.

Die Flugzeit von (zuvor) neun Stunden, halbiert sich und gibt dem Tourismus dadurch (sprichwörtlich) einen merklichen Schub.

Im Wettbewerb zu LAN-Chile bietet auch die Air France Flüge zur Osterinsel an und zwar die Strecke "Lima - Osterinsel - Tahiti".

1975:

General Augusto Pinochet 1973, erlaubt den Amerikanern, ihre Abhörstation auf der Osterinsel wieder zu reaktivieren. Allerdings bleibt die Präsenz zunächst auf zwei Militärspezialisten beschränkt.

1977:

Die Air France stellt ab Januar 1977 den Flugverkehr zur Osterinsel ein, weil die angebotene Strecke nur Verluste erwirtschaftet.

1979:

1979 - Die Flug-Landebahn auf der Osterinsel

Landebahn Flughafen Osterinsel 1979

1979 - Die Flug-Landebahn auf der Osterinsel

1984:

Die US-Weltraumagentur "NASA" schlägt vor, den Flughafen auf der Osterinsel als Notlandebahn für ihr Space-Shuttle-Programm zu nutzen. Der Standort würde eine Weltraumverfolgungseinrichtung beherbergen, die auch militärischen Zielen dienen könnte. Viele Menschen weltweit sind in Anbetracht des "Kalten Krieges" misstrauisch und können die Motive und Handlungen der Amerikaner nicht einschätzen. Die chilenische Öffentlichkeit befürchtet außerdem, Chile könne ihre Kontrolle über die Osterinsel für amerikanisches Geld eintauschen.

1985:

Trotz Kritik aus der chilenischen Opposition erteilt Pinochet den US-Amerikanern im August 1985 wieder eine Nutzungsgenehmigung für die Landebahn auf der Osterinsel. Ohne Verzögerung wird die Landebahn mit amerikanischem Geld um 423 Meter auf ihrer heutigen Länge von 3.353 Metern erweitert.

1986:

Die "Challenger-Katastrophe" am 28. Januar 1986 stoppt plötzlich die Amerikaner. Dennoch: Nach Fertigstellung der neuen Landebahn, können nun auch Großraumflugzeuge auf der Osterinsel landen. Seither ist die regelmäßige Versorgung der Osterinsel mit Konsumgütern gewährleistet.

1987:

08. November 1987:

Die französische Concorde fliegt im Rahmen einer Weltumrundung zum ersten Mal für einen Tag die Osterinsel an.

1987 - Die Concorde fliegt die Osterinsel an

 

 

Neuer Flughafen / neuer Container-Hafen?

Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre verfolgten eine Gruppe Rapanui (unter Federführung des damaligen Bürgermeisters Alberto Hotus) einen irrwitzigen Plan: Sie wollten an der Nordküste einen neuen Flughafen und einen Container-Hafen bauen lassen.

neuer geplanter Flughafen auf der Osterinsel

Geplanter Flughafen:

Der geplante Bau eines neuen Flughafens, bzw. einer neuen Start- und Landebahn hätte einige archäologische Stätten unwiederbringlich zerstört oder zu mindestens stark in Mitleidenschaft gezogen, darunter das Petroglyphen-Feld "Ava o Kiri" sowie die "Straße der Moai" (im nordwestlichen Bereich).

Geplanter Container-Hafen:

Der geplante Bau eines neuen Container-Hafens in der "La Pérouse Bucht" mit den Hafenanlagen und die dazu gehörigen Lagerflächen für den An- und Abtransport der Frachtgüter hätten eine historisch sehr wichtige Region zerstört. Betroffen gewesen wäre hauptsächlich das Gebiet zwischen der Ahu-Anlage "Te Pito Kura" und dem Petroglyphen-Feld "Papa Vaka", dabei eingeschlossen "Pua ti Vaka", Ahu Heki'i" sowie "Ahu Ra'ai". Zu historischen Zeiten war dieses Gebiet die Hauptregion für den Fischfang. Hier finden sich die meisten Petroglyphen aus dem maritimen Bereich.

 

Weiterer Plan - Verlängerung der alten Start- und Landebahn:

Ein weiterer Denkansatz Mitte der 1980er Jahre war, die vorhandene Start- und Landebahn auf beiden Seiten um insgesamt 800 Meter zu verlängern. Dabei hätte die Landebahn den an der Südwestspitze der Osterinsel befindlichen "Rano Kau" bis auf 2 kleine Zufahrtsstraßen an der Westküste (Hanga Piko) sowie Südostküste (bei Vinapu) so gut wie komplett von der übrigen Insel abgeschnitten. Sehr kontrovers diskutiert wurde seinerzeit auch die Problematik, des notwendigen Füllmaterials für die Verlängerung der Landebahn. Angeregt wurde, das notwendige Füllmaterial vom Rano Kau (Region Vai Atare) oder von der Erhebung des "Mt. Orito" abzutragen. Glücklicherweise wurden diese Pläne verworfen.

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