Personen, die auf die Osterinsel Einfluss genommen haben

Personen, die auf die Osterinsel Einfluss genommen haben


Personen - Osterinsel


In den Geschichtsbüchern steht geschrieben, der holländische Admiral Jacob Roggeveen habe die Osterinsel am Sonntag den 5. April 1722 entdeckt. Da der 5. April 1722 der Ostersonntag war, habe der Admiral die Insel "Paaschen" bzw. "Oster Eilandt" genannt. Obwohl man bereits um die Existenz der Insel wusste und sie bis dahin "Davis Land" genannt wurde und obwohl die Insel 1770 von den Spaniern in Besitz genommen und auf den Namen "San Carlos" getauft wurde, hat sich dann doch der Name "Osterinsel" (oder in Englisch: Easter Island) durchgesetzt.

Unter anderem haben folgende Personen auf die Osterinsel Einfluß genommen:

1687: Edward Davis
Pirat Edward Davis Edward Davis, ein Seeräuber holländischer Abstammung hat die Osterinsel 1687 nicht wirklich besucht, sondern lediglich gesehen und ist daran vorbeigesegelt. Er selber hat dieses Ereignis auch gar nicht festgehalten. Publiziert wurde dieses Ereignis von William Dampier unter dem Titel "Merkwürdige Reise nach der Erdenge Darien, auch durch die Südsee und das mittägige Atlantische Meer", wobei er Davis Bootsmann "Lion Wafer" zitierte. Danach meinte Lion Wafer, Edward Davis habe 1687 auf dem Weg von Galapagos Richtung Kap Horn auf südlicher Breite 27 Grad und 20 Minuten einen kleinen gebirgigen Landstrich gesichtet, den er für die nördliche Landspitze der "Terra Australis Ingocnita" hielt. Davis sah aber keine Notwendigkeit, an Land zu gehen. Bis zur Entdeckung durch Roggeveen wurde dieses Land "Davis Land" genannt.

Admiral Jacob Roggeveen1722: Jacob Roggeveen
Der holländische Admiral Jacob Roggeveen machte sich im August 1721 mit den drei Segelschiffen "Arend", "Thienhoven" und "Afrikaansche Galei" auf den Weg, um unter anderem nach dem Kontinent "Terra Australis" zu suchen, um nach neuen Siedlungsplätzen Ausschau zu halten. Am 5. April 1772 sichtete die Flotte die Küste einer Insel, die Roggeveen aufgrund der zeitlichen Gegebenheiten auf den Namen "Paaschen" bzw. "Oster Eilandt" taufte. Seither ist die Insel unter dem Namen "Osterinsel" (oder in Englisch: Easter Island) bekannt. Während des viertägigen Ankerung der Schiffe vor der Osterinsel kam es zu den ersten Todesfällen unter den Insulanern. Durch den forschen Andrang der Ureinwohner fühlten sich einige Wachen bedroht und erschossen durch ein Missverständnis einige der Rapa Nui.

1722: Carl Friedrich Behrens
Carl Friedrich Behrens 1770Obwohl in den Geschichtsbüchern zu lesen ist, der holländische Admiral Jacob Roggeveen habe die Osterinsel entdeckt und sie auch als erster betreten, so war es doch der deutsche Carl Friedrich Behrens in der Eigenschaft als junger Korporal der Roggeveen´s Seesoldaten, der sich mit rund 150 Mann an Land setzen ließ. Behrens Veröffentlichungen trugen auch dazu bei, dass die Osterinsel in der westlichen Welt bekannt wurde. TOP

1770: Felipe González Ahedo
Felipe González Ahedo, ein spanischer Kapitän im Dienste des Vizekönigs von Peru "Manuel d’Amat i de Junyent" war mit dem Linienschiff "San Lorenzo" und der Fregatte "Santa Rosalia" 1770 ebenfalls auf der Suche nach dem sagenumwobenen Kontinent Terra Australis und stieß (wie Jacob Roggeveen 48 Jahre zuvor) auf die Osterinsel. Während seines sechstägigen Aufenthaltes nahm er die Insel für seinen König Karl III von Spanien in Besitz und taufte die Insel auf den Namen "San Carlos". Auf der Poike-Halbinsel ließ er auf den Nebenkratern des Maunga Puakatiki (Maunga Parehe, Maunga Tea und Maunga Vai A Heva) Kreuze errichten und sich die Inbesitznahme der Insel von den Häuptlingen James Cookder Rapa Nui am 10.10.1770 unterschreiben. Spanien hat diesen Besitzanspruch allerdings niemals geltend gemacht.

1774: James Cook
Im März 1774 besuchte der britische Seefahrer und Entdecker James Cook während seiner zweiten Südseereise (1772 bis 1775) die Osterinsel. Cook blieb mit seiner Mannschaft eine Woche. Aus seinen Aufzeichnungen geht hervor, dass er von der Insel und ihren Bewohnern eher enttäuscht war; unter anderem fertigte er eine (für spätere Forscher interessante) Liste mit den Namen der Moai´s. Aufgrund einer "mangelnden literarischen Qualität" wurde sein Bericht über diese Reise allerdings erst 1863 veröffentlicht. Cooks zweite Reise widerlegte endgültig die Theorie von der Existenz eines großen Kontinentes namens Terra Australis.

1774: Johann und Georg Forster
Reinhold und Georg Forster Die deutschen Naturwissenschaftler Johann Reinhold Forster und sein Sohn Georg begleiteten James Cook bei seiner zweiten Weltumsegelung. Beide Forsters führten Tagebücher mit genauen Einzelheiten, was sie während der Reise beobachtet und erlebt hatten. In den Reisebeschreibungen von Johann Forster findet man umfangreiche Aufzeichnungen über die Fauna, von Georg Forster sind kolorierte Zeichnungen sowie sachliche und unvoreingenommene Beschreibungen über die Inselbevölkerung überliefert. Die Forsters veröffentlichten ihre Reiseerlebnisse 1777 in dem Buch "Gemachte Beobachtungen während einer Reise um die Welt". TOP

1774: William Hodges
Bild von William Hodges Der englische Maler William Hodges begleitete ebenfalls James Cook während seiner zweiten Südseereise. Während seines Aufenthaltes an Bord fertigte Hodges unter anderem Landschaftsskizzen, aber auch einige Porträts von Expeditionsteilnehmern sowie besonderen Persönlichkeiten der besuchten Inseln an. Die Hodges’ Bilder illustrieren in einer großer Menge die später erschienen Reisebeschreibungen des James Cook. Georg Forster kritisierte einige seiner Werke hinsichtlich einer fehlenden historischen Genauigkeit. Hodges wohl berühmteste Bilder von der Osterinsel sind das Gemälde "Monumente der Osterinsel" sowie die Portraits von den Osterinsulanern.

1786: Jean Francois Galoup La Pérouse
Jean Francois Galoup La Pérouse Im April 1786 besuchte der Franzose Jean Francois Galoup La Pérouse die Osterinsel, er war im Auftrag des französischen Königs Ludwig XVI in den Pazifik entsandt worden. La Pérouse spendierte den Insulanern einige Ziegen, Schafe und Schweine sowie verschiedene Sämlinge von Nutzpflanzen. La Pérouse fand die Rapa Nui in einem relativ guten Zustand vor und amüsierte sich über die Diebstähle der Insulaner sowie ihre Sorglosigkeit hinsichtlich der ihnen übergebenen Tiere und Sämlinge. Viele der von La Pérouse gesammelten Informationen gingen leider verloren, als sein Schiff an einer Insel der Santa-Cruz-Gruppe zerschellte; die gesamte Mannschaft gilt als verschollen. Glücklicherweise wurden zuvor anderen Schiffen Zeichnungen des Schiffszeichners Duché de Vancy übergeben. Duché de Vancy hat der Nachwelt dadurch eines der realistischsten Zeichnungen von der Osterinsel hinterlassen. Der Titel: "Insulaner und Denkmäler von der Osterinsel". TOP

1805: Sklavenhändler
Sklavenhändler auf der OsterinselAmerikanische Sklavenhändler enführen 22 Rapa Nui auf das Schiff Nancy, um sie für den Robbenfang auf den Juan-Fernandez-Inseln einzusetzen. Die Rapa Nui werden unter Deck angekettet und erst nach drei Tagen auf hoher See von ihren Ketten befreit. Die12 Männer springen sofort von Bord. Versuche sie wieder einzufangen, misslingen. Die geflohenen Rapa Nui gelten seither als verschollen. Die weiblichen Rapa Nui wurden auf die "Más Afuera"-Insel (heute Alejandro Selkirk-Insel, die zweitgrößte Insel von den Juan-Fernánez-Inseln) gebracht.

Ein Anlandungsversuch des englischen Kapitäns Alexander Adams mit der Brigg Kahumanna im Jahre 1806 wird von den Rapa Nui mit Steinschleudern zurückgeschlagen. Ein gleiches Schicksal ereilte das Schiff Albertros unter Kommando des Kapitän Windship im Jahre 1809.

1811: Matrosen des Walfangschiffes Pindos
Im Jahre 1811 verschleppen Matrosen einige Rapanui-Frauen auf das amerikanische Walfangschiff Pindos. Die Matrosen vergewaltigen die Frauen und schmeißen sie anschließend über Bord. Zum Spaß schießen sie auf die zurückschwimmenden Frauen; eine Frau wird von einer Kugel tödlich getroffen. Eine der überlebenden Frauen ist mit Syphilis infiziert. Diese Krankheit soll schrecklich unter den Insulanern gewütet haben. TOP

Otto von Kotzebue1816: Otto von Kotzebue
Der deutsche Kapitän Otto von Kotzebue besucht im März 1816 mit dem Schiff "Rurik" seiner russischen Crew die Osterinsel. Es handelt sich um den Teil einer Forschungsreise im Auftrag Russlands im pazifischen Raum. Die Rurik umsegelte zunächst Kap Hoorn, um auch nach dem legendären Davis-Land zu suchen, vor allem aber um polynesische Inseln zu kartographieren. Versuche, die Osterinsel zu erforschen scheitern, weil die Mannschaft von von Kotzebue von den Einheimischen zu sehr bedrängt werden. Die Rapanui zeigen sich ängstlich, wollten teilweise mit Gewalt Alteisen eintauschen und werfen in Scharen Steine nach Kotzebue und seiner Mannschaft. Um die unübersichtliche Lage nicht eskalieren zu lassen zieht von Kotzebue sich noch am selben Tag zurück. Aus der Ferne meint er, an der Südküste noch aufrecht stehende Moais sichten zu können.

1825: Kapitän F.W. Beechey
Der Engländer F.W. Beechey unternimmt zwischen 1825 bis 1828 mit seinem Forschungsschiff HMS Blossom eine Expedition in den Pazifik, die Beringstraße und in das arktische Nordamerika. Die HMS Blossom näherte sich dabei im November 1825 der Osterinsel. Wie beim Landungsversuch Otto von Kotzebue werden auch die ausgesetzten Boote der HMS Blossom von den Insulanern derart attackiert, dass Beechey sich mit seiner Mannschaft zurückziehen muss. Die aufgebrachten Insulaner bombardieren die Fremden mit Steinwürfen; Beechey lässt scharf schießen; ein Würdenträger der Insulaner wird getroffen. Beechey sieht keine Möglichkeit, die Osterinsel zu erforschen.

1838 steuert Admiral Abel du Petit-Thouars mit seinem Schiff die Insel an, ankert auch, wagt aber keinen Landeversuch. Einige Inselbewohner besuchen das Schiff mit einem Schilfboot, bieten und tauschen eine Januskopffigur aus Holz. Abel du Petit-Thouars lässt das Schilfboot abzeichnen.

1843 segelt Bischoff E. Rouchouze mit 24 Mönchen und Nonnen zur Osterinsel um die Ureinwohner zu missionieren. Seither gilt die gesamte Gruppe als verschollen. In einigen Quellen wird die Vermutung geäußert, die Missionare seien in den Kochtöpfen der Insulaner gewandert. TOP

1855: J. Hamilton
Hamilton entdeckt Überreste europäischer Boote die von den verschollenen Missionaren um Bischoff E. Rouchouze stammen. Auch die Crew von Hamilton wird von den Insulanern angegriffen; das Landungsboot wird von den Rapa Nui zum Kentern gebracht, der zweite Offizier wird getötet; der übrigen Mannschaft werden die Kleider vom Leib gerissen und gestohlen.

1859 sollen Sklavenjäger für die Guano-Abbauflächen auf den Chincha-Inseln - Peru rund 500 Rapa Nui verschleppt haben.

1863/63 verschleppen Sklavenjäger insgesamt 2.225 Rapa Nui nach Peru, um sie für den Abbau von Guano (Chincha-Inseln - Peru) einzusetzen, einige dürfen auch als Landarbeiter arbeiten. Die Sklavenjäger gehen mit äußerster Brutalität vor und verschleppen jeden Menschen den sie greifen können. Damit werden auch die Häuptlinge und Priester verschleppt; Pater Eugéne Eyrauddie meisten sterben innerhalb eines Jahres; es geht wertvolles Wissen über die Kultur der Insulaner für immer verloren. 15 zurückkehrende Rapa Nui schleppen die Blattern (Pocken) ein.

1864: Eugéne Eyraud
Der Franzose Eugéne Eyraud vom Orden des "Heiligsten Herzen der Picpus" kommt Anfang Januar auf die Osterinsel, um als Missionar zu arbeiten. Gequält von den Eingeborenen muss er jedoch zehn Monate später von der Insel fliehen, kommt jedoch 17 Monate später wieder und bleibt bis zu seinem Tode am 23. August 1868 an Tuberkulose. Unter Eugéne Eyraud mussten die Rapa Nui sämtliche, noch auf der Insel vorhandenen, Rongorongo-Schrifttafeln verbrennen. Hierdurch geht wertvolles Kulturgut und Wissen für immer verloren. TOP

Jean Qnésime Dutroux-Bornier1866: Jean Onésime Dutroux-Bornier
1866 kommt der Glücksritter und Tahiti-Franzose Jean Onésime Dutroux-Bornier erstmalig auf die Osterinsel. Im Verlaufe der nächsten drei Jahre erschleicht er sich das Vertrauen der Rapa Nui, nimmt ihnen das Land ab, vertreibt sie durch Brandschatzung in ein Reservat um Hanga Roa und nimmt die gesamte Insel für sich in Besitz um Schafe zu züchten. Dutroux-Bornier vertreibt bis zu seinem gewaltsamen Tod im Jahre 1876 fast alle Ureinwohner von der Insel. 1877 zählt der französische Anthropologe Alphonse Pinart 111 Bewohner, davon sind gerade einmal 36 Rapa Nui.

1868: John Linton Palmer
Der archäologisch interessierte englische Arzt John Linton Palmer kommt mit dem Linienschiff Topaze für sieben Tage auf die Insel. Palmer sammelt Informationen über die Kultur der Insulaner und läßt für das Britische Museum zwei Moai´s nach Großbritannien bringen. Einer dieser Moai´s (Hoa Hakananai´a) stammt vom Orongo-Kultplatz, ist auf dem Rücken mit Petroglyphen verziert und gilt als eines der wichtigsten Rapanui-Kultobjekte überhaupt.

1872: Pierre Loti
Zeichnung der Moai´s von Pierre Loti Pierre LotiMit dem französischen Kriegsschiff "La Flore" kommt der Seekadett Julien Viaud auf die Osterinsel, der sich später unter dem Pseudonym "Piere Loti" als Schriftsteller und exelenten Zeichner einen Namen machte. Loti berichtet von den absoluten Rückfall der Ureinwohner in ihre alten Riten; Loti hinterlässt der Nachwelt eine Vielzahl von authentischen Zeichnungen, wenn auch einige Zeichnungen mit Moai´s, die noch auf den Ahu-Anlagen stehen (was nicht sein kann). Der Kommandant der La Flore hat von Frankreich den Auftrag, einen Moai mitzubringen. Als es der Mannschaft nicht gelingt, eines der schweren Kolosse auf´s Schiff zu bringen, wird einem der Moai´s der Kopf abgeschnitten. Dieser Kopf wird dem französischen Museum Musée de l’Homme übergeben; er steht seit 2006 allerdings im französischen Museum "Musée du quai Branly" in Paris. TOP

Policarpo Toro 1870 - Der Mann der die Osterinsel an Chile vermittelte1875: Policarpo Toro
Mit dem chilenischen Schiff "O`Higgins" kommt erstmalig der Seekadett Policarpo Toro mit auf die Osterinsel. 13 Jahre später (1888) vermittelte er als Korvettenkapitän die Übereignung der Osterinsel von den Rapa Nui an Chile.

 

Zeichnung von Adolphe Pinart1877: Adolphe Pinart
Mit dem französischen Kriegsschiff Le Seignely kommt 1877 der Anthropologe Adolphe Pinart auf die Osterinsel. Adolphe Pinart sammelt Forschungsmaterial fertigt Zeichnungen von der Osterinsel für das Pariser Museum. Seine Zeichnungen zeigen allerdings aufrecht stehende Moai´s, was nicht stimmen kann. Pinart berichtet von der Ermordung Dutroux-Bornier´s und zählt nur noch 111 Menschen auf der Osterinsel.


Alexander Salomon jr.
1878: Alexander Salomon jr.

1878 kommt John Branders Neffe (Alexander Salomon jr.) auf die Insel um die Geschäfte auf der Schaffarm fortzuführen. Er ist der Erbe des Salomon / Branders Unternehmen, wozu auch die Ländereien auf der Osterinsel gehören. Salomon verkauft seine Farm und alle Ansprüche an die Osterinsel 1888 an die chilenische Regierung.

1878: Pater Roussel
1878 kommt auch Pater Roussel auf die Insel zurück und versucht, das Leben der Rapa Nui nach westlichen Vorstellungen wieder zu organisieren. TOP

1882: Wilhelm Geiseler
Der deutsche Kapitänleutnant Wilhelm Geiseler führt im Auftrag der königlichen Marine eine Forschungsexpedition für die königlichen Museen in Berlin durch. Innerhalb von nur fünf Tagen stellt er eine sehr umfangreiche Liste an gesammelten Artefakten zusammen und gibt einen sehr aufschlussreichen Bericht über die Kultur und das Leben der Rapa Nui an die königliche Admiralität.

W.J. Thomson beim Orongo mit den Steinplatten1886: W.J. Thomson
Im Jahre 1886 versucht sich der Zahlmeister vom Schiff US Mohican "William J. Thomson" auf der Osterinsel als Archäologe. Thomson ist der erste, der der Nachwelt Fotografien von der Osterinsel hinterlässt. Am Orongo-Kultplatz bricht er Steinhäuser auf um wertvolle Steinplatten mit nach Amerika zu nehmen. Thomson kann den Ureinwohnern zwei Rongorongo-Schrifttafeln abhandeln und versucht sich mithilfe des Schaffarmers Salomon und einem alten Rapanui an deren Übersetzung. Thomson muss aber feststellen, dass der Rapa Nui die Schriftzeichen nicht sinngetreu wiedergeben kann.

1887: Mönche vom Johanniter-Orden
1887 versuchen einige Mönche vom Johanniter-Orden auf der Osterinsel Fuß zu fassen. Lediglich der Laienprediger Nikolas Pakarati bleibt bis zu seinem Tode im Jahre 1927 dauerhaft auf der Insel. Nikolas Pakarati kann zunächst nicht verhindern, dass die Ureinwohner in ihre alten Riten und Sitten zurück fallen, bringt die Rapa Nui letztendlich doch auf den Weg des katholischen Glaubens und kann auch eine kleine Schule nach europäischen Maßstäben aufbauen. TOP

1888: Pablo Toro
Pablo Toro, der Bruder von Policarpo Toro (der den Ankauf der Osterinsel von den Rapa Nui an Chile vermittelt hat), übernimmt die Verwaltung der Schaffarm und die Verwaltung auf der Osterinsel. Pablo Toro fertigt das erste Grundbuch. Zur Frage, wie viel Land den Rapa Nui gehört schreibt er: Keines.

1902: Horace Cooper
Der zwischenzeitlich zum Verwalter der Osterinsel bestellte Horace Cooper beschuldigt sechs Insulaner der Rebellion. Sie werden ins Exil nach Valparaíso geschickt. Von keinen dieser sechs Insulaner gibt es je wieder ein Lebenszeichen. Die Rapa Nui vermuten, dass sie bereits kurz nach ihrer Abreise einfach ins Meer geworfen wurden.

Katherine Routledge1914: Katherine Routledge
Die britische Historikerin Katherine Routledge kommt für 17 Monate auf die Osterinsel um eine privat finanzierte Forschungsarbeit durchzuführen. Routledge kartographiert die gesamte Insel, dokumentiert die Wege der Moai´s und führt einige Teilgrabungen durch. Routledges Aufzeichnungen gelten bis heute als verschollen. Dennoch bildet ihr Reisebericht eine wertvolle Grundlage für spätere Forschungen.

"Seherin" Maria Angata Pakomio1914 / 1915: Maria Angata Pakomio
Um die als hellseherisch begabt angesehene Insulanerin Maria Angata Pakomio scharrt sich eine Gruppe von Gläubigen die in einem Aufstand versuchen, ihre Insel wieder zurückzubekommen. Der Aufstand wird blutig niedergeschlagen. Einige Häuptlinge sowie einige Wachen von der Schaffarm werden getötet.

1916: Militärbischof Edwards
Der chilenische Militärbischof Edwards besucht die Osterinsel und macht die unhaltbaren Zustände der Rapa Nui in der chilenischen Regierung bekannt. Edwards wird fortan Vorsitzender einer Osterinselkommission; an den Zuständen der Rapa Nui kann aber auch Edwards nichts ändern. TOP

Alfred Métraux und Henri Lavachery1934: Henri Lavachery und Alfred Metraux
Der französische Archäologe Henri Lavachery sowie der belgische Ethnologe Alfred Metraux beginnen mit der systematischen Erfassung von Legenden und mündliche Überlieferungen, analysieren Kultgegenstände, Tätowierungsmuster und widmen sich intensiv mit den Petroglyphen und Steinritzungen.

1935: Pater Sebastian Englert
Ende 1935 trifft der Kapuziner-Mönch Pater Sebastian Englert für eine Forschungsreise auf die Osterinsel ein. Englert findet mit seiner unkonventionellen Art schnell Zugang zu den Insulanern und beschließt, länger zu bleiben. 1937 wird er als Missionspriester auf die Insel versetzt und wirkt dort bis zu seinem Tod im Jahre 1969. Neben seinen seelsorgerischen Tätigkeiten als Missionar unternimmt Englert erstmalig den Versuch, alle Moai´s zu kartographieren.

Thor Heyerdahl1955: Thor Heyerdahl
Thor Heyerdahl ankert mit einem gecharterten Trawler Schiff ein Jahr vor der Osterinsel und leitet eine 23-köpfige Mannschaft für eine archäologische Expedition. Durch seine experimentelle Archäologie werden wertvolle Hinweise zur Fertigung, Transport und Aufstellen der Moai´s gewonnen. Sein Buch "aku-aku - Das Geheimnis der Osterinsel" wird weltberühmt. Thor Heyerdahl bleibt bis zu seinem Tod mit seiner Theorie, die Osterinsel sei als erster vom südamerikanischen Kontinent besiedelt worden, umstritten.

william Mulloy1955: William Mulloy
Mit an Bord der Thor Heyerdahl-Expedition ist der US-amerikanische Archäologe William Mulloy. Mulloy erkennt während und nach Ende der Heyerdahl-Expedition das ungeheure Potential archäologische Fundstätten und leitet bis zu seinem frühen Tod im Jahre 1978 die Restaurierung und Rekonstruktion oder Untersuchung vieler Kultstätten, wie den Ahu Akivi 1960, die Ahu´s Ko Te Riku, Ahu Vai Uri sowie den Tahai-Komplex 1970, die zwei Ahu´s bei Hanga Kio'e 1972, oder den Orongo-Platz am Rano Kau 1974. William Mulloy war zudem Mentor des bekannten Rapanui-Archäologen Sergio A. Rapu. Mulloy besucht mehr als 20 Mal die Osterinsel. TOP

Thomas Barthel1957: Thomas Barthel
1957 kommt der Tübinger Universitätsprofessor und Völkerkundler, Dr. Thomas Barthel für sechs Monate auf die Osterinsel und widmet sich der Rongorongo Schrift sowie den mündlich überlieferten Legenden. Barthel avanciert später zum bedeutendsten Fachwissenschaftler zur Entschlüsselung der Rongorongo Schrift.

1965: Alfonso Rapu
Der ethnische Dorfschullehrer Alfonso Rapu schafft es, einen offenen Brief an die chilenische Regierung nach Amerika zur New York Times zu schmuggeln, in dem die unhaltbaren Zustände der Rapa Nui auf der Osterinsel offengelegt werden. Die chilenische Regierung beugt sich den angeprangerten Veröffentlichungen, hebt das Kriegsrecht von 1914 auf und gesteht den Rapa Nui chilenische Bürgerrechte zu.

1968: Erich von Däniken
Erich von Däniken besucht im Herbst 1968 die Osterinsel, nachdem er in seinem Buch "Erinnerungen an die Zukunft" die Moai´s in Kapitel 8 bereits beschrieben hatte. Das Buch wird zum Bestseller; mit diesem und späteren Werken macht Däniken (auch) die Osterinsel bei Millionen von Menschen bekannt. Die auf der Osterinsel so bekannte "Ufo- oder Däniken-Rampe" (Ahu Atanga) im Norden der Insel soll Däniken selber nie in Augenschein genommen haben. TOP

Augusto Pinochet 19741974: Augusto Pinochet
Der chilenische Staatspräsident Augusto Pinochet besucht die Insel und hat einen maßgeblichen Anteil an der Bereitstellung von Geldmittel aus Chile und dadurch die Förderung der Infrastruktur. Pinochet besucht die Insel zwei weitere Male, nämlich 1980 und 1987.

Sergio A. Rapu1978: Sergio A. Rapu
Bei archäologischen Untersuchungen am Ahu Nau Nau findet der jüngere Bruder von Alfonso Rapu, Sergio A. Rapu Fragmente aus weißem Korallengestein und identifiziert diese als ein Moai-Auge. Diese Entdeckung bringt ein gänzlich neues Licht auf die Bedeutung der Moai´s; die Fachwissenschaft ist begeistert. Augusto Pinochet beruft Sergio A. Rapu in das Amt des Insel-Gouverneurs, Sergio A. Rapu macht sich dadurch keine Freunde unter den Rapa Nui.

Kevin Costners Film "Rapa Nui" - Aufstand im Paradies1981: Georgia Lee
Die US-Amerikanerin Georgia Lee 1981 für ein 5-jähriges Forschungsprojekt auf die Osterinsel und beginnt mit der systematischen Erfassung und Erforschung der Petroglyphen. 1992 veröffentlicht sie darüber sogar ein Buch.

1994: Kevin Costner
Der bekannte US-Schauspieler Kevin Costner dreht auf der Osterinsel ein 20 Millionen Dollar-Flop mit dem Titel "Rapa Nui - Rebellion im Paradies". Auf der Osterinsel wird Costner für diesen Film verehrt, dieser Film ist vier Mal wöchentlich in drei verschiedenen Sprachen zu sehen. TOP

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