Rongorongo - Die einzigartige Schrift von der Osterinsel

Rongorongo - Die einzigartige Schrift von der Osterinsel

siehe Übersicht RongoRongo Holztafeln

Rongorongo --> siehe auch Thomas Barthel


Rongorongo Schriftzeichen - Ausschnitt aus der Tafel TahuaBriefmarke zum Thema Rongorongo SchriftAuf der Osterinsel hat sich scheinbar in völliger Isulation eine Schrift entwickelt, die im ganzen polynesischen Raum einzigartig ist. Autonome Schriftsysteme kannte man bis zu ihrer Entdeckung im Jahre 1868 lediglich aus der Alten Welt und aus dem präkolumbischen Mesoamerika und deshalb nimmt diese Schrift, aus Sicht der Wissenschaft, eine ganz besondere Stellung ein.

Die Rapa Nui Schrift wurde unter dem Namen "Rongorongo" bekannt und ist eine in Reihen angeordnete Symbolschrift bestehend aus Glyphen, die menschliche Figuren, anthropomorphe oder zoomorphe Wesen, Tiere, Pflanzen oder auch Körperteile, aber auch Gegenstände aus dem Leben der Rapa Nui darstellen.

Der Terminus "Rongorongo" stammt laut Wikipedia von der Insel Mangareva und ist vermutlich erst durch Pater Eugéne Eyraud um das Jahr 1864 der Osterinselschrift verliehen worden. Ob die Rapa Nui dieser Schrift zuvor einen Namen gegeben haben und wie dieser möglicherweise gelautet hat, ist nicht bekannt. Auf Mangareva bezeichnet das Wort "RongoRongo" einen Elitekreis von ausgewählten Personen die in der Lage waren, heilige Gesänge und Rezitationen während eines Ritualfestes zu zelebrieren. So ist mit RongoRongo auch "Gesang", "Rezitation" oder "Vortrag" gemeint.

Rongorongo Schrifttafel, in diesem Fall die große Santiago-Tafel HAuch die Fachwissenschaft nimmt heute an, dass die RongoRongo Schrifttafeln ausschließlich zum rezitieren religiöser Monologe dienten und auch nur einem elitären Kreis von hochrangigen Persönlichkeiten (Priester? und Priesterschüler?) zugänglich waren. Die Meister gaben ihr Wissen dann mündlich an ausgewählte Schüler weiter. Dabei war die wort- und deutungsgetreue Wiedergabe der Zeichen von höchster religiöser Wichtigkeit. TOP

Pater Sebastian Englert, der in der Zeit von 1937 bis 1969 auf der Osterinsel wirkte berichtete über einen alten Mann, der noch Bewohner gekannt haben will, die als Schüler diese Schriftzeichen lernen mussten. Nach diesen Berichten hatten die Schüler in strenger Disziplin die Texte zu lernen. Sie durften während der Lernphase weder spielen noch sprechen, hatten auf den Knien zu sitzen und die Hände vor der Brust zusammenzulegen. Nach einer gewissen Zeit der Unterweisung hatten die Kinder die Zeichen zu rezitieren und mussten anfangen die Zeichen auf Bananenblättern zu kopieren. Erst wenn sie ein gewisses Maß an Vollkommenheit in ihren Kenntnissen und Ausführungen nachweisen konnten durften sie anfangen, die Zeichen auf hölzernen Tafeln einzuritzen.

Nach den Berichten des Missionars Eugéne Eyraud waren die Rongorongo Holztafeln in Binsenmatten eingerollt und wurden in den Paenga-Häusern aufbewahrt. Diesen Tafeln heftete etwas Heiliges an, durften nach Angaben der von Eyraud befragten Rapa-Nui nur von geweihten Priestern bzw. Stammesfürsten berührt werden und wurden nur zu besonderen Anlässen und Riten öffentlich gezeigt. Selbst das Lesen dieser Tafeln war ausschließlich den "Tangata Rongorongo" vorbehalten, also den Schriftgelehrten aus den Familien der Häuptlinge. Der letzte heilige Tangata Rongorongo war "Ariki Ngaara" aus dem ehemals mächtigen "Miru-Clan". Ariki Ngaara soll im Besitz von mehreren hundert Schrifttafeln gewesen sein. Die letzten Rapa Nui die die Rongorongo Schrift zweifelsfrei lesen und deuten konnten, wurden in den Jahren 1659 bis 1663 von Sklavenhändlern für den Guano-Abbau (Chincha-Inseln) - Peru verschleppt und sind dort nach wenigen Monaten ums Leben gekommen. TOP

die ersten von den Rapanui bekannt gewordenen geschriebenen ZeichenObwohl die Osterinsel bereits im Jahre 1722 von dem holländischen Admiral Roggeveen entdeckt wurde, kamen die Europäer erstmalig im Jahre 1770 mit den Schriftzeichen der Rapa Nui in Kontakt, nämlich bei den spanischen Annektierungsversuchen der Osterinsel durch Don Felipe González Ahedo im Auftrag des Vizekönigs von Peru, Manuel d’Amat i de Junyent. Don Felipe González Ahedo wollte am 20.11.1770 die Osterinsel für die spanische Krone in Besitz nehmen, stellte auf der Poike-Halbinsel 3 Kreuze auf und lies sich von den Rapanui Häuptlingen eine Besitzurkunde unterschreiben. Diese ungewöhnlichen Schriftzeichen wurden mehr als 100 Jahre als solche nicht weiter beachtet und auch bis zum heutigen Tage gibt es eine wissenschaftliche Fraktion die meint, die Rapanui hätten 1770 lediglich versucht, die Buchstaben aus der von den Spaniern vorgelegten Urkunde, nachzuahmen.

Erstmalig Kenntnis von den Rongorongo Schrifttafeln bekam der auf der Osterinsel tätige Missionar Pater Eugéne Eyraud im Jahre 1864. Eyraud berichtete seinem, auf Tahiti ansässigen, Bischof Etienne Jaussen unter anderem, dass sich quasi in jeder Hütte der Rapanui Holztafel mit Schriftzeichen befänden, die in Binsenmatten eingewickelt seien. Rongorongo Schrifttafel, in diesem Fall die kleine Santiago-Tafel GDer 1866 zur Unterstützung auf die Osterinsel entsandte Pater Zumbohm berichtete seinem Bischof auf Tahiti, dass die Eingeborenen auf der Insel ihre "Herdfeuer jetzt mit Rongo-Rongo Brettern heizen."

Erstmalig aufmerksam auf eine möglicherweise eigenständige Schrift der Rapanui wurde Bischof Jaussen im Jahre 1868 durch ein Fragment (möglicherweise Fragment Chauvet), das 1868 in seinem Besitz kam (möglicherweise durch einen, nach Tahiti emigrierten) Rapanui. Erst jetzt gab er den Missionaren auf der Osterinsel den Auftrag, von den Schrifttafeln zu retten was zu retten sei und ihm einige Exemplare zu übersenden. Bischof Jaussen war es auch, der 1868 die ersten Versuche unternahm, die Rongorongo-Zeichen zu entschlüsseln. Hierzu ließ er sich die in seinem Besitz befindlichen Tafeln unter anderem durch einen, auf Tahiti arbeitenden, Rapanui namens Metoro vorlesen. Metoro schien zwar Grundkenntnisse von der Schrift zu haben, Jaussen urteilte aber, die Aufzeichnungen von den Metoro-Gesängen seien nicht wirklich brauchbar. Thomas Barthel zog aus den Jaussens Aufzeichnungen während seiner Arbeit (1958) allerdings wertvolle Rückschlüsse.
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Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B
Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B
Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B
Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B Foto-Teilstück Rongorongo Tafel Aruku-Kurenga B


Der nächste, der versuchte, den Rongorongo Schrifttafeln ihre Geheimnisse zu entlocken, war der US-Amerikaner William J. Thomson im Jahre 1886. Thomson ließ sich die Jaussen-Tafeln während seiner Expedition von einem alten Rapanui namens Ure Vaeiko vorlesen, allerdings nur anhand von Fotos. Ure Vaeiko rezitierte scheinbar immer nur die gleiche Schöpfungsgeschichte und Thomson kam zu dem Ergebnis, dass die Entschlüsselungsversuche mit Ure Vaeikos erfolglos gewesen seien. Leider hat Thomson auch keine genauen Aufzeichnungen hinterlassen, zu welchen Tafeln Ure Vaeiko was rezitiert hat und somit sind die von Thomson bekannten Aufzeichnungen auch für nachfolgende Forscher nicht zu gebrauchen.

Im Jahre 1914 versuchte Katherine Routledge während ihrer Osterinsel-Expedition, (auch) über die Rongorongo Schrifttafeln etwas mehr zu erfahren. Hierzu kontaktierte sie einen Leprakranken Rapanui namens Tomenika, der angeblich die Rongorongo-Schrift noch beherrschen sollte. Tomenika brachte diese Zeichen zu Papier, die angeblich dann von einem anderen Rapa-Nui vorgelesen wurde. Die erneute Aufzeichnung Tomenikas anhand der mündlichen Wiedergabe soll dann nicht identisch gewesen sein. TOP

angebliche Rongorongo Zeichen die von Tomenika 1914 aufgeschrieben wurden
angebliche Rongorongo Zeichen die von Tomenika 1914 aufgeschrieben wurden
angebliche Rongorongo Zeichen die von Tomenika 1914 aufgeschrieben wurden
angebliche Rongorongo Zeichen die von Tomenika 1914 aufgeschrieben wurden
angebliche Rongorongo Zeichen die von Tomenika 1914 aufgeschrieben wurden
angebliche Rongorongo Zeichen die von Tomenika 1914 aufgeschrieben wurden
angebliche Rongorongo Zeichen die von Tomenika 1914 aufgeschrieben wurden
angebliche Rongorongo Zeichen die von Tomenika 1914 aufgeschrieben wurden

Tomenika weigerte letztlich, sein Wissen Preis zu geben (so er dann wirklich welches hatte) und meinte noch 14 Tage vor seinem Tod, die RongoRongo Schrift müsse den Rapa Nui vorbehalten bleiben. Mit Tomenika verschied auch der letzte Zeitzeuge. TOP

Die ersten ernsthaften wissenschaftlichen Versuche, die RongoRongo Schrift zu entziffern, unternahmen der Schweiz/amerikanische Ethnologe Alfred Métraux im Jahre 1934, der russische Ethnograph Kudrjawzew 1943, sowie die russischen Ethnologen Nikolai Butinov und Juri Knorosov 1956. Métraux kam zu der Erkenntnis, dass die RongoRongo Symbole lediglich mnemotechnische und keine phonetische Funktionen haben und es somit nicht möglich sei, die Zeichen wortgetreu zu übersetzen. Kurdrjawzew konnte erstmalig Textparallelen in den erhaltenen Tafeln nachweisen, Nikolai Butinov und Juri Knorosov gaben den Hinweis, dass sich auf der Schrifttafel G (Kleine Santiagotafel) möglicherweise ein Verzeichnis von Herrscher bzw. deren Vorfahren mit dem Titel, dem Namen, dem Vaternamen und einem Suffix verzeichnet seien.

Wirklich weiter kam die Wissenschaft durch die Arbeit des deutschen Ethnologen Thomas Barthel mit seiner Arbeit aus dem Jahre 1958. Barthel veröffentlichte eine Habilitationsschrift mit dem Titel "Grundlagen zur Entzifferung der Osterinselschrift". Hierbei handelt es sich um eine akribische und systematische Abhandlung sämtlicher erhaltenen Rongorongo Schrifterzeugnisse (Stand 1958) mit einer genauen Angabe über den Verbleib der Tafeln sowie eine genaue Aufzeichnung, Katalogisierung und wissenschaftlichen Bewertung aller bekannten Schriftzeichen. In großen Teilen ist Barthels Arbeit bis heute ein gültiges Grundlagenwerk für die Entzifferung der Osterinselschrift.

Barthel war auch der erste Wissenschaftler, der in eines der Tafeln (Exemplar "C" - Marmari) unter anderem einen Mondkalender vermutete. Barthels Vermutung vom Mondkalender nahm der Franzose Jacques Guy auf, meinte aber, dass es sich hier zwar um astronomische Zeichen bzw. Symbole handle, insgesamt aber kein Kalender im eigentlichen Sinn darstellt. Dabei verwies er auf die Erkenntnisse des Amerikaners William Thomson aus dem Jahre 1886, der sich seinerzeit die Zeichen von einem alten Rapa Nui hatte rezitieren lassen. Dieser Rapa Nui hatte nachvollziehbare astronomische Mondphasen mit Mythen verknüpft.

1995 publizierte der Amerikaner Steven Fischer eine Abhandlung in der er sich ebenfalls auf Erkenntnisse von William Thomson stützte. Fischer meinte, die Zeichen des Santiago-Stabes "I" gäben einen Text wieder, der "Atua mata riri" genannt wird und 1886 von dem Rapanui "Ure Vaeiko" gegenüber William J. Thomson rezitiert wurde. Hierbei geht es um einen Schöpfungsmythos, der den Ursprung verschiedener Pflanzen, Tiere und Gegenstände beschreibt. Die von Ure Vaeiko vorgetragenen Verse waren von standardisierter, sich ständig wiederholender Form, nach dem "X" (eine Gottheit oder mythischer Vorfahr) mit "Y" kopuliert und daraus "Z" entsteht. Fischer erkannte auch als erster, dass gewisse Zeichen auf dem Stab in Dreier-Blöcken (oder durch 3 teilbare Blöcke) durch das selbe Symbol getrennt sind. Auch Barthel war diese Trennung aufgefallen. Während Barthel (1958) aber von senkrechten Trennungsstrichen spricht, will Fischer aus diesem Symbol ein Phallussymbol erkannt haben.
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Santiagostab mit Trennzeichen zwischen durch 3 teilbare Zeichen Santiagostab mit Trennzeichen zwischen durch 3 teilbare Zeichen

Bisher sind folgende 26 Schrifttafeln bekannt:

A Tafel Tahua  - 1868 an Bischof Jaussen übergeben
B Tafel Aruku-Kurenga  - 1868 an Bischof Jaussen übergeben
C Tafel Mamari  - 1868 an Bischof Jaussen übergeben
D Tablette échancrée  - 1871 ? an Bischof Jaussen übergeben
E Tafel Keiti  - 1868 an Bischof Jaussen übergeben
F Fragment Chauvet  - 1868 an Bischof Jaussen übergeben
G Kleine Santiagotafel  - 1870 an Kapitän "Gana" übergeben
H Große Santiagotafel  - 1870 an Kapitän "Gana" übergeben
I Santiagostab  - 1870 an Kapitän "Gana" übergeben
J London-Reimiro 1  - 1868 an den Schiffsarzt Palmer oder 1870 an den Leutnant M. Harrison übergeben
K Londontafel  - 1868 an den Schiffsarzt Palmer oder 1870 an den Leutnant M. Harrison übergeben
L London-Reimiro 2 - 1875 von Dr. W. S. Simpson erworben
M Große Wientafel  - 1882 an den Kapitänleutnant Wilhelm Geiseler übergeben
N Kleine Wientafel  - 1882 an den Kapitänleutnant Wilhelm Geiseler übergeben
O Berlintafel  - 1882 an den Kapitänleutnant Wilhelm Geiseler übergeben
P Große Leningradtafel  - 1868 an Bischof Jaussen übergeben
Q Kleine Leningradtafel - 1871 von dem russischen Anthropologen N. Miklucho-Maklai auf Tahiti erworben
R Tafel Atua-mata-riri  - 1886 von dem Forschungsreisenden William J. Thomson erworben
S Große Washingtontafel  - 1886 von dem Forschungsreisenden William J. Thomson erworben
T Honolulutafel B.3629  - 1888 von dem Händler James Lyle Young erworben
U Honolulutafel B.3623  - 1888 von dem Händler James Lyle Young erworben
V Honolulutafel B.3622  - 1888 von dem Händler James Lyle Young erworben
W Honolulutafel  - 1886 von dem Leutnant F.M. Symonds erworben
X Vogelmann New York  - 1890 von einem Seemann eines Walfangschiffes aus Nantucket erworben
Y Schnupf-Dose  - 1961 vom Pariser Museum von einer französischen Familie aufgekauft
Z Poike   - 1937 in den Ruinen eines Steinhauses an der Poike-Halbinsel aufgefunden.

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Aus den (bis zum Jahr 1958) bekannten Schrifttafeln konnte Thomas Barthel insgesamt 603 verschiedene Symbole sichern, die sich auf 120 Grundbestandteile reduzieren lassen. Hierbei werden die Zeichen in folgende dreistellige Zahlenfamilien eingeteilt:

Zeichen 001 - 099 grafische Symbole, Pflanzen, Objekte der Natur
Zeichen 100 - 199 seltene geometrische Formen und Personifizierungen
Zeichen 200 - 299 anthropomorphe Figuren, Kopf in Vorderansicht
Zeichen 300 - 399 anthropomorphe Figuren, Kopf in Seitenansicht
Zeichen 400 - 499 Kopf in Seitenansicht auf diversen Körperformen und Gestalten mit Pantomimik
Zeichen 500 - 599 besondere Kopfformen
Zeichen 600 - 699 Vogel-Gestalten
Zeichen 700 - 799 sonstige Tierformen

Insgesamt enthalten die heute bekannten 26 Schrifttafeln (laut Wikipedia) rund 14.000 Zeichen.

Die Schriftzeichen werden von links nach rechts gelesen, allerdings von der unteren Zeile nach oben, wobei am Ende einer Zeile die Tafel umzudrehen ist und die nächst höherer Zeile wieder von links nach rechts gelesen wird. Ist der Leser am letzten Zeichen der oberen Zeile angelangt so wird die Tafel umgedreht, wobei sich der Text ohne Unterbrechungen dann auf der oberen Zeile fortsetzt und nun von oben nach unten weiter gelesen wird. TOP

RongoRongo Tafel A - Tahua - Lesezeilen

Einige Wissenschaftler gingen davon aus, dass es sich bei der Rapa-Nui-Schrift lediglich um eine Nachahmung aus europäischen Schriftdokumenten handelte. Speziell der Anthropologe Kenneth P. Emory vom Bernice P. Bishop Museum in Honolulu war der Meinung, die Glyphen seien mit Metallwerkzeugen europäischer Herkunft auf den Trägermaterialien (Holz) aufgebracht worden.

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Petroglyphen in der Ana O Keke Höhle, die RongoRongo Schriftzeichen ähnelnPetroglyphen in der Ana O Keke Höhle, die RongoRongo Schriftzeichen ähnelnDie Thesen, die Rongorongo Schrift habe sich erst nach der Entdeckung der Osterinsel im Jahre 1722 entwickelt, ist von der Fachwissenschaft zwischenzeitlich komplett verworfen worden, obwohl ein hundertprozentiger Nachweis bisher nicht erbracht werden konnte. Mit Ausnahme einiger Glyphen auf Stein (z.B. in der Ana O Keke Höhle) sind die Rongorongo Zeichen vornehmlich auf ca. 1 Zentimeter dicke Holzplatten zu finden und das Alter dieser Hölzer konnte bisher nicht eindeutig bestimmt werden.

Einige Wissenschaftler sind der Meinung, sie könnten aus einigen dargestellten Zeichen nachweisen, dass die Rongorongo Schrift sich vor der Entdeckung der Europäer entwickelt hat, wie beispielsweise eine Darstellung von der Honigpalme (Zeichen 067) oder dem Brotfruchtbaum (Zeichen 034). Die Honigplame war schon vor 1722 auf der Osterinsel ausgestorben, den Brotfruchtbaum hat es nie auf der Osterinsel gegeben. Aber auch dies ist kein sicherer Nachweis.

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