Ko Te Riku - Der einzig sehende Moai auf der Osterinsel

Ko Te Riku - Der einzig sehende Moai auf der Osterinsel


Der einzig sehende Moai auf der Osterinsel


Moai auf der Ahu Anlage Ko Te Riku - der einzig sehender MoaiMoai auf der Ahu-Anlage Ko Te Riku im Tahai - KomplexWenn Sie die Osterinsel besuchen, werden Sie mehr oder weniger fast zwangsläufig auf einen Moai stoßen, dem als einziger Moai auf der ganzen Osterinsel Augen eingesetzt wurden. Damit ist dieser Moai auch der einzige Moai, der "sehend" ist. Dieser Moai steht auf der Ahu-Anlage "Ko Te Riku", direkt in Hanga Roa.

Die Ahu-Anlage Ko Te Riku ist Teil des so genannten Tahai-Komplexes. Der Tahai-Komplex in Hanga Roa besteht aus insgesamt drei Ahu-Anlagen, links der Ahu Vai Uri, in der Mitte der eigentliche Ahu Tahai und rechts der Ahu Ko Te Riku.

Der Tahai - Komplex ist wohl auch die mit am häufigsten fotografierte Anlage auf der ganzen Osterinsel. Sie befindet sich nämlich nur 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt und ist somit für jeden Touristen leicht zu erreichen. Tahai-Komplex in Hanga RoaAußerdem bieten diese Ahus in der abendlichen Sonne eine atemberaubende Kulisse, weil die Sonne hinter den Moais im Pazifik versinkt. Die Fluggesellschaft LAN Chile bietet zudem durchreisenden Fluggästen an, sich diese Moai-Anlage im Rahmen eines Kurztrips anzusehen, um damit die Wartezeit bis zum Weiterflug zu überbrücken.

Obwohl der Moai bereits Ende der 1960er Jahre aufgestellt wurde, erhielt er erst in den 1990er Jahren seine Augen (zurück), denn bis zum Jahre 1978 hatte niemand Kenntnis von derartigen Augen. Die ersten Fragmente eines Auges wurden von dem, auf der Osterinsel geborenen, Archäologen Sergio A. Rapu an der Ahu-Anlage Nau-Nau (Anakena-Bucht) gefunden, oder besser gesagt, als solcher erkannt. Das von Sergio A. Rapu gefundene Fragment eines Moai-AugesDie Archäologen von Thor Heyerdahl hatten an der Ahu-Anlage Vinapu bereits 1956 ähnliche Fragmente gefunden, diese jedoch als Teile einer zerbrochenen Zeremonie-Schale angesehen.

Die Original-Fragmente aus weißem Korallenkalk zeigen ein Auge von rund 30 Zentimeter Länge und 15 Zentimeter Höhe mit einer Iris aus roter Gesteinsschlacke, etwas größer wie ein gewöhnlicher Tennisball. Archäologen meinen, diese Augen wurden den Moais erst nach dem Aufstellen eingesetzt, um ihnen mit der Sehkraft auch "Mana" einzuhauchen, die spirituell göttliche Kraft der verstorbenen Ahnen (Häuptlinge, wichtige Hohepriester), die diese Moais darstellen sollten. TOP

Der einzig sehende Moai auf der osterinselAls die ersten Europäer die Osterinsel betraten, besaßen die Steinkolosse allerdings schon keine Augen mehr, wenigstens finden sich keinerlei Hinweise in den Berichten. In den mündlichen Überlieferungen der Ureinwohner heißt es, es habe um das Jahr 1680 einen großen Konflikt zwischen den Kurzohren und den Langohren gegeben, in deren Folge so gut wie alle Langohren ausgelöscht wurden. In dieser Zeit sollen auch sämtliche Moai´s ihre die Augen verloren haben.

Einige Forscher und Wissenschaftler meinen, man sollte allen aufgerichteten Moai´s wieder Augen einsetzen. Der Ältestenrat der Osterinsel hat jedoch entschieden, nur dem Moai auf der Ahu-Anlage Ko Te Riku wieder Augen einzusetzen; leider nur eine schlechte Nachbildung der Original-Augen, wie wir meinen. Dennoch lässt sich die Kraft dieser Augen erahnen, die sie auf die Ureinwohner ausgeübt haben müssen. Ob der Steinriese in früheren Jahrhunderten tatsächlich mit Augen ausgestattet war ist archäologisch allerdings nicht nachgewiesen, aber zu vermuten, weil der Moai bereits Augenhöhlen hatte.

Das von Sergio A. Rapu gefundene Original-Auge ist heute im Museum von Hanga Roa zu bewundern.

Die riesige Anlage Tahai wurde zwischen 1968 und 1970 unter Leitung des US-amerikanischen Archäologen William Mulloy restauriert. Die ersten Bautätigkeiten an diesem Komplex wurden von den Archäologen um das Jahr 500 n.Chr. taxiert; die Anlage in ihrer heutigen Größe und Ausgestaltung soll allerdings erst im 12./13. Jahrhundert n.Chr. entstanden sein. Es heißt, für den Bau dieses Komplexes seien rund 23.000 Kubikmeter Gesteinssediment bewegt worden.

Die Moai´s auf dem Tahai-Komplex stammen aus der mittleren Schaffensperiode, die sich unter anderem mit einem gigantischen Kopfschmuck (Pukao´s) auszeichnen. Hier auf dem Ahu-Komplex trägt allerdings nur der Moai auf der Ahu Anlage Ko Te Riku einen Pukao. Bei den Pukao´s ist sich die Wissenschaft nicht sicher, ob es sich dabei um einen Hut oder um einen Haarschopf handeln soll. Diese Pukao´s wurden in dem Steinbruch Puna Pau, östlich von Hanga Roa erstellt, die Moai´s stammen aus dem gut 12 Kilometer entfernten Steinbruch am Rano Raraku, einem Nebenkrater des Maunga Terevaka. TOP

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