Tierwelt auf der Osterinsel

Tierwelt auf der Osterinsel


Tierwelt


Wie bei den Pflanzen, so ist auch die Vielfalt der Tiere auf der Osterinsel, im Verhältnis zu vielen anderen polynesischen Inseln, sehr gering. Der Grund: die Osterinsel liegt als Vulkaninsel auf dem ostpazifischen Rücken, war niemals mit dem Festland verbunden und ist zu weit isoliert von anderen Inseln oder vom südamerikanischen Festland. Die Insel in ihrer heutigen Form ist etwa 240.000 Jahre alt. Alle Lebewesen die die ersten Siedler vorfanden, waren entweder durch die Luft oder im bzw. übers Wasser zur Insel gekommen.

Echsenart Skink Cryptoblepharus poecilopleurusSchneckenart "Erosaria englerti"Vor der ersten Besiedlung der keinerlei Säugetiere auf der Insel. Was es gab waren rund 31 Vogelarten, eine etwa 12 Zentimeter lange Echsenart (der Skink Cryptoblepharus poecilopleurus) und eine nur auf der Osterinsel und eine weitere unbewohnte Insel vorkommende Schneckenart, die nach Pater Englert "Erosaria englerti" genannt wurde. Im Pazifik, rund um die Osterinsel finden sich etwas mehr als 160 verschiedene Fischarten, davon 107 Arten die sich an den Küstenregionen leben.

Als der holländische Admiral Jacob Roggeveen die Osterinsel 1722 entdeckte, wurden den Seemännern Hühner zum Geschenk angeboten; Hühner wurden von den Ureinwohnern der Osterinsulaner mit auf die Insel gebrachtJames Cook berichtet 1774 von einer Rattenart; Pazifik-Ratte auf der Osterinselbeides ganz offensichtlich von den ersten Siedlern mit auf die Insel gebracht. Die Rattenart der Gattung "Rattus exulans" wurde zwischenzeitlich von eingeschleppten Ratten aus Europa verdrängt. James Cook vermutete, dass die Osterinsulaner die Ratten als Nahrungslieferanten züchteten und aßen. Auch heute noch ist die "Rattus exulans" in ganz Südostasien und Polynesien verbreitet; sie wird als Haustier, aber auch als Nahrungslieferant gehalten und das Fleisch soll sehr bekömmlich sein.

Die heute auf der Osterinsel vorkommenden Säugetiere wurden ausnahmslos von dem Menschen mit auf die Insel gebracht. Briefmarke, Vögel auf der OsterinselBriefmarke - Pflanzen und Tiere auf der OsterinselBereits im Jahre 1786 brachte der Franzose Jean Francois Galoup La Pérouse Schafe, Ziegen und Schweine mit auf die Insel. Nach seinem Bericht hatten diese Tiere allerdings keine Gelegenheit sich zu vermehren, sondern landeten in den Kochtöpfen der Insulaner. 1864 brachte der französische Missionar Pater Eugéne Eyraud fünf Schafe mit auf die Insel, doch auch diese wurden von den Insulanern während eines Festes verspeist. Die erste nennenswerte Anzahl von Säugetieren die zur Nachzucht genutzt wurden, brachte Pater Eugéne Eyraud im Jahre 1866 mit auf die Osterinsel. Pater Eyraud hatte die Not der Insulaner zwei Jahre zuvor erleben müssen, musste dann zunächst fliehen, weil die Übergriffe der Insulaner sein Leben gefährdeten. Als Pater Eyraud im März 1866 wieder auf die Insel zurückkehrte, brachte er "eine Schiffsladung" Tiere mit auf die Insel, darunter 200 Schafe, 4 Schweine, 7 Rinder, 1 Pferd, 3 Katzen, 4 Hunde, sowie einige Hasen, Affen und Tauben. TOP

Wildpferde auf der Osterinsel1869 brachte dann der Glücksritter und Tahiti-Franzose Jean Onésime Dutroux-Bornier insgesamt 400 Schafe auf die Insel, um Schafe im großen Stil zu züchten. Er drängte die Inselbewohner auf das Gebiet von Hanga Roa zurück; aufgrund der unhaltbaren Zustände fliehen 1870 die Missionare mit insgesamt 168 Einwohnern und lassen scheinbar ihre Tiere zurück, denn 1882 berichtet der deutsche Kapitänleutnant Wilhelm Geiseler, er habe auf der Insel wilde Schweine gesehen.

Von der Schafzucht ist nicht viel geblieben, obwohl die Schafe sich bis zum Jahr 1953 auf schätzungsweise 100.000 Tiere vermehren konnten aber dann bis in die Mitte der 1960er Jahre komplett geschlachtet wurden. Es gibt verwilderte Katzen und Hunde auf der Insel, aber auch mehr als 3.000 verwilderte Pferde, die sich zu einer regelrechten Landplage entwickelt haben. Sie werden von einigen verendetes WildpferdInsulanern gehalten und mit Brandzeichen markiert. Abgerichtete Pferde werden Touristen zum Ausreiten angeboten. Um weitere Schäden an der Natur und den Weltkulturgütern zu verhindern, soll die Anzahl der Pferde reduziert werden. Immer wieder sieht man Reste verendeter Pferde, Rinder auf der Osterinseldie zumeist von den Pferdehaltern verbrannt werden (aber nicht immer, wie man an diesem Bild sieht).

Es gibt auch Rinder auf der Osterinsel, allerdings nur in einem relativ geringen Umfang. Die meisten Insulaner die Kühe halten, nutzen die Tiere für den Eigenbedarf, ab und an wird auf der Insel aber auch Milch sowie Frischkäse verkauft; die Milchprodukte für Touristen werden per Luftfracht aus Chile eingeflogen. Hühner gibt es seit eh und je auf der Insel; das Krähen der Hähne verleiht Hanga Roa gerade in den frühen Morgenstunden einen dörflichen Charakter. TOP

Karten:
- Sehenswürdigkeiten
- Übersicht Hanga Roa
- Lageplan Rano Raraku

Pazifik:
- Robinson Crusoe
- Meuterei auf der Bounty

Navigation:
- Home

- Inselbeschreibung
... Die Osterinseln
... Hanga Roa
... Badestrände
... Flughafen
... Schiffsverbindungen
... Kirche und Glauben
... Museum
... Plaza Policarpo Toro
... Nabel der Welt
... Papa Vaka
... Pu O Hiro
... Fremdenführer
... Pflanzen
... Tiere
... Kai Kai Fadenspiel
... Briefmarken-Osterinsel
... Hinweise und Adressen

- Geschichte
- Personen
- Kultstätten
- Moai´s
- Kunst
- Vulkane und Nebenkrater
- Höhlen
- RongoRongo Schrift
- Rapanui Sprache

- Impressum

- Reisen zur Osterinsel
- Reiseinformationen
- Hotels + Pensionen
- Tourismus + Umwelt


Bookmark and Share

www.osterinsel.de | © Tierwelt auf der Osterinsel