Hoa-Haka-Nana-Ia - Breaker of Waves - im Britischen Museum

Hoa-Haka-Nana-Ia - Breaker of Waves - im Britischen Museum


Hoa-Haka-Nana-Ia - Breaker of Waves


Hoa-Haka-Nana-Ia - Breaker of WavesDer mit Abstand am besten erhaltene Moai von der Osterinsel befindet sich leider im Britischen Museum und kann auch nicht als Nachbildung auf der Insel besichtigt werden. Dieser Moai nennt sich "Hoa-Haka-Nana-Ia", ist auch unter dem Namen "Breaker of Waves" bekannt, was so viel heißt wie "Wellenbrecher". Der westlichen Welt bekannt wurde dieser Moai 1868, als der archäologisch interessierte Arzt J.L. Palmer die 4 Tonnen schwere und 2,3 Meter große Statue mit dem Schiff Topaz nach England bringen ließ.

Entdeckt hatte Palmer diese Statue in einem "AUA"-Steinhaus (Nr. R-13) an der Zeremonie Stätte Orongo auf dem Kraterrand des Rano Kau. Der Hoa-Haka-Nana-Ia stand bis zur Nabel im Erdboden und war mit roter und weißer Farbe bemalt (Reste davon sind heute noch erhalten). Tatowierter Unterarm mit der Darstellung des Moai-TransportesEs heißt, 300 englische Matrosen und zweihundert Insulaner waren notwendig, um diesen Steinkoloss aufs Schiff zu verfrachten. Dieses Erlebnis war für einen Insulaner so einschneidend, dass er sich diese Begebenheit sogar als Tattoo auf den Unterarm tätowieren ließ. Hjalmar Stope veröffentlichte 1899 hiervon eine Zeichnung.

Steinhäuser am OrongoDer Moai Hoa-Haka-Nana-Ia ist deswegen so gut erhalten, weil er, anders als die meisten Moai´s nicht aus weichem Tuffgestein geschlagen wurde, sondern aus hartem Basaltgestein und weil er in dem Steinhaus R-13 am Rano Kau vor Witterungseinflüssen geschützt war. An der Statue sind alle Einzelheiten noch sehr gut zu erkennen. So zeigt die Figur auf der Rückseite zwei Vogelmenschen, die sich Schnabel an Schnabel gegenüber sitzen und von einem Manutara Vogel bekrönt werden. Zwischen den beiden Vogelmännern ist ein hohler Steinkreis angebracht. Links und rechts vom Manutara Vogel zeigen sich drei Ao´s (Paddel) sowie Vulven. Auf Hüfthöhe befindet sich ein dreifacher Gürtel, darunter ein Zeichen das so aussieht wie der in der lateinischen Sprache bekannte Buchstabe "M". Der mittlere Teil dieses "Buchstabens" führt in der Verlängerung aber weiter nach unten zum angedeuteten Gesäß; es könnte sich deshalb auch um die Darstellung eines Gesäß- und Schleifenbandes handeln.

Der dreifacher Gürtel mit der "M"-Schleife sollen Zeichen hoher Kraft gewesen sein und in den Manu Initiationsriten eine wichtige Rolle gespielt haben. Nach den mündlichen Überlieferungen der im 19. Jahrhundert befragten Insulaner soll der Moai Hoa-Haka-Nana-Ia angerufen worden sein, als sei er der Vogelmann persönlich. So symbolisiert beispielsweise der Ao Paddel (von dem der Hoa-Haka-Nana-Ia drei! besitzt) die "Leichtigkeit", um damit über die Wellen zum Motu Nui zu kommen, und dort das erste Ruß-Seeschwalben-Ei zu empfangen. TOP

Die deutsche Ethnologin Heide-Margaret Esen-Baur hält diese Statue für das bedeutendste Heiligtum des Vogelmannkultes auf der Osterinsel; Thor Heyerdahl meint, diese Figur hätte als Prototyp aller Moais der klassischen Periode gedient. TOP

Karten:
- Sehenswürdigkeiten
- Übersicht Hanga Roa
- Lageplan Rano Raraku

Pazifik:
- Robinson Crusoe
- Meuterei auf der Bounty

Navigation:
- Home

- Inselbeschreibung
- Geschichte
- Personen
- Kultstätten
- Moai´s
... Sinn der Moai
... Moai - Heyerdahl Experimente
... Moai´s im Landesinneren
... Der sehende Moai
... Hoa-Haka-Nana-Ia
... El-Gigante
... fast fertig
... Ko Kona He Roa
... PiroPiro
... Hinariru
... Re Carved
... Tukuturi
... Tattoo-Moai
... The Traveling Moai
... 1. wiederaufgestellter Moai

... Pukao

- Kunst
- Vulkane und Nebenkrater
- Höhlen
- RongoRongo Schrift
- Rapanui Sprache

- Impressum

- Reisen zur Osterinsel
- Reiseinformationen
- Hotels + Pensionen
- Tourismus + Umwelt


Bookmark and Share

www.osterinsel.de | Text Footer