Von den Osterinseln ist nur die Hauptinsel von Menschen bewohnt

Von den Osterinseln ist nur die Hauptinsel von Menschen bewohnt


Von den Osterinseln ist nur die Hauptinsel von Menschen bewohnt


Rapanui ist die einzige von den Osterinseln, die von Menschen bewohnt istOb nun in der Literatur, in Reiseführern oder im allgemeinen Sprachgebrach: Immer wieder kann man in Zusammenhang mit der Osterinsel (Rapanui) auch von den Osterinseln lesen oder auch hören. Dabei gibt es, wenn man von bewohnten Inseln ausgeht, überhaupt keine Osterinseln (also Mehrzahl) sondern nur die einzige bewohnbare Osterinsel "Rapanui". Bei den anderen "Inseln", die zu den Osterinseln zählen, handelt es sich um unbewohnte Felsenplateaus mit Größen von 3,6 Hektar bis 0,1 Hektar. (Anders die "Osterinseln" --> "Easter Group", 60 KM westlich von Australien).

Die Sala y Gómez - Insel, die größte Nebeninsel von den OsterinselnDie Osterinsel "Rapanui" ist eine Vulkaninsel und Teil eines unterirdischen Höhezuges im Südost-Pazifik. Dieser Höhenzug erstreckt sich über eine Länge von 2.500 Kilometer, durchbricht die Meeresoberfläche allerdings nur mit der "Sala y Gómez"-Insel (381 Kilometer östlich der Osterinsel - auf 37°11'58" S, 73°38'37" W) und eben der Osterinsel auf 26° 27' südlicher Breite und 105° 28' westlicher Länge. Die eigentliche Osterinsel mit ihren Nebeninseln und die Sala y Gómez Insel werden von Chile aus als achte Provinz der chilenischen Region "de Valparaiso" zusammengefasst.

Die "Sala y Gómez"-Insel gehört seit 1808 zu Chile und wird seit dem 01. März 1966 vom "Departamento Isla de Pascua" (Osterinsel) aus verwaltet. Von den Rapanui wird die Insel "Motu Motiro Hiva" genannt. Die "Sala y Gómez"-Insel erhielt ihren Namen von dem spanischen Kapitänen José Salas Valdés, sowie José Manuel Gómez. Von Valdés als Entdecker im Jahre 1793 und von Gómez, der die unbewohnte Insel 1805 erstmalig erforschte. Sie besteht aus zwei unbewachsenen Felsenplateaus mit einer Gesamtgröße von 15 Hektar. Die Gesamtlänge beträgt 770 Meter, die breiteste Stelle ist etwa 500 Meter. Auf dem Plateau gibt es keine natürlichen Süßwasserquellen, sondern nur gelegentlich Süßwasser (Pfützen). Das Plateau ist Brutplatz zahlreicher Seevögel, darunter auch die Rußseeschwalbe.

Die Osterinsel selbst ist 179 Quadratkilometer groß und liegt rund 3.800 Kilometer westlich von Chile im Pazifik. Sie gehört geographisch zu Polynesien, politisch jedoch seit 1888 zu Chile. Die Osterinsel wurde erst vor ca. 240.000 Jahren durch den Vulkan "Terevaka" geformt, der den rund 2,5 Millionen alten Poike-Vulkan im Osten und den rund einer Million Jahre alten Rano Kau Vulkan im Süden zu einer einzigen Insel verband. Durch die fortschreitende Erosion brach an verschiedenen Stellen der Insel immer wieder Felsgestein ab und hinterließ größere und kleinere Felsenplateaus, die man heute als "Osterinseln" bezeichnet.

Motu Nui, die wichtigste Nebeninsel von den OsterinselnDas größte Felsenplateau das nach "Sala y Gómez" zu den "Osterinseln" gehört, ist zweifelsohne die 3,6 Hektar große Insel "Motu Nui", die sich rund 1,5 Kilometer vor der Osterinsel an der Südwestspitze der Insel aus dem Meer erhebt. Diese Insel spielt eine bedeutende Rolle im Glauben der alten Rapanui beim so genannten Vogelmann-Kult. Das Plateau durfte nur während der Brutzeit der Seevögel in den Monaten Juli bis September betreten werden. Bis heute ist das Plateau unbewohnt; es gibt keine befestigte Anlegestelle; wer das Plateau besuchen möchte, muss ein riskantes Landungsmanöver mit einem Boot in Kauf nehmen.

Motu Iti - Lagerstätte von Obsidian-GlasUnmittelbar neben Motu Nui befindet sich der 1,6 Hektar große Motu Iti, ein mit Guano überzogenes Plateau, auf dem sich ebenfalls nur Seevögel aufhalten. Allerdings ist der Motu Iti eines von vier Lagerstätten von Vulkanglas, dem so genannten Obsidian. Auch Motu Iti ist für Besucher nur sehr schwer zugänglich und bleibt von Touristen so gut wie verschont.

Motu Kao Kao - ein Felsenplateau übersäht mit GuanoMit einem Durchmesser von rund 0,1 Hektar erhebt sich zwischen dem abgebrochenen Vulkankegel Rano Kau und dem Plateau Motu Iti die Felsspitze "Motu Kao Kao". Der Motu Kao Kao sieht aus wie eine riesige Pfeilspitze oder einem schroffen Hinkelstein und ist wie Motu Iti übersäht von Hinterlassenschaften der Seevögel, dem Guano. Alle drei Plateaus sind Überreste der eigentlichen Osterinsel, der hier an dieser Stelle großformatig abgebrochen und ins Meer versunken ist. Die riesige Abbruchstelle kann man sehr gut am Rand des Vulkankegels Rano Kau erkennen.

Motu Tautara, gut zu erkennen von den ZweifensterhöhlenAn der Westküste der Osterinsel befinden sich zwei kleine Plateaus mit den Namen "Motu Tautara" bzw. "Motu Ko Hepoko". Motu Tautara wird von Touristen relativ oft fotografiert, und zwar aus der so genannten "Zweifenster"-Höhle "Ana Kakenga". Im Gegensatz zu vielen anderen Höhlen auf der Osterinsel ist die Höhle Ana Kakenga relativ leicht zu erreichen und zu begehen und ist deshalb auch Ziel vieler Reiseveranstalter. Motu Marotiri - einer von 6 Felsenplateaus der OsterinselnDas Felsenplateau Motu Tautara ist außer von Foto-Motiv her weniger interessant.

Zum Abschluss findet sich dann noch vor der Poike-Halbinsel (an der Südküste) das kleine Felsenplateau "Motu Marotiri". Auch dieses kleine Plateau wird nur von Vögeln besucht. Während der Stammesfehden unter den Rapanui sollen im 17. Jahrhundert gelegentlich Sippenmitglieder der unterlegenen Gruppe, auf diesen Felsen geflohen sein, um nicht den kannibalischen Riten zum Opfer zu fallen.

Mit Ausnahme der 179 Quadratkilometer großen Hauptinsel Rapanui sind die "Osterinseln" lediglich von Vögeln bewohnt. Alle Felsenplateaus sind sehr zerklüftet und für Besucher schwer zugänglich.

Easter Group - Die Osterinseln vor Australien60 KM westlich von Australien befindet sich allerdings eine Inselgruppe von 28 offizell namentlich benannten Inseln (sowie 26 weitere kleinere Inseln), die ebenfalls oft als "Osterinseln" (englisch: Easter Group) bezeichnet werden.

Die Inselgruppe mit der Easter Group mit der Hauptinsel "Rat Island" wurde 1840 um die Osterfeiertage von dem britischen Marineoffizier John Clements Wickham entdeckt (deshalb auch die Bezeichnung "Easter Group", zu Deutsch "Ostergruppe" oder "Östliche Inseln"). "Rat Island" hat eine Größe von 0,65 Quadratkilometer, sie ist 1,6 KM lang und rund 600 Meter breit. Sie liegt im Zentrum der so genannten "Karfreitagsbucht" (Good Friday Bay). Die Inseln liegen auf einem Riff mit einer Länge von rund 22 KM und 18 KM Breite. Die Hauptinsel wird saisonal (Mitte März bis Ende Juni) lediglich von einigen Hummerfischern und ihren Familien bewohnt. Eine Untergruppe der Easter Group sind die Eastern Islands (östliche Inseln). Diese bilden ein separates kleines Atoll artiges Gebilde, das vom Rest der Easter Group durch die 1,7 km breite Eastern Passage getrennt ist.TOP

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