Puna Pau - Steinbruch der roten Pukaos

Puna Pau - Steinbruch der roten Pukaos


Am Puna Pau Krater überraschte König Tu-Ko-Ihu zwei böse Dämonen im Schlaf


Puna PauLage Puna Pau auf der OsterinselAuf der Osterinsel befinden sich mehr als 50 Moai´s, die einmal einen "Pukaos" trugen. Der Pukao ist ein Kopfschmuck aus rotem Tuffgestein, der im ersten Augenblick bei den Moai´s so wirkt wie die Hüte der heutigen Peru-Indianer, also Hüte. Ob es sich bei den Pukao´s tatsächlich um Hüte handelt, ist nicht sicher. Es gibt Wissenschaftler die meinen, die Pukao´s seien Haarschöpfe von Würdenträgern mit herausragender Bedeutung. Insgesamt gibt es vier verschiedene Formen der Pukao´s, die an der Ahu-Anlage Nau Nau in der Anakena Bucht zu bewundern sind.

Hergestellt wurden die Pukao´s im Steinbruch "Puna Pau" östlich von Hanga Roa. Puna Pau war ursprünglich ein Nebenvulkan des vor etwa einer Million Jahren entstandenen Vulkanberges Rano Kau, auf dem sich heute die so bedeutende Zeremonie-Stätte "Orongo" befindet. Das Gestein am Rano Kau ist allerdings härter (Basalt) und wesentlich heller. die vier verschiedenen Pukaos auf der Ahu Anlage Nau Nau

Während der ursprüngliche Hauptvulkan Rano Kau bis heute einen beeindruckenden Vulkankegel besitzt, ist der Kegel des Puna Pau nur noch zu erahnen, er zeigt sich mehr oder weniger nur noch als Vertiefung, die zum größten Teil mit Gras überwuchert ist. Dennoch durchbricht das rote Lavagestein an einer etwa 30 Meter hohen Erhebung die Landschaft. Größe eines Pukao´sAm Steinbruch liegen zudem etwa 30 Pukao´s mit einer Höhe von bis zu zwei Metern und 2,5 Metern Durchmesser. Man schätzt, dass diese Pukao´s zwischen 10 bis 30 Tonnen auf die Waage bringen.

Der Puna Pau spielt hinsichtlich der berühmten Kavakava-Figuren einige wichtige Rolle. Die Legenden besagen nämlich, dass König Tuu-ko-ihu ** am Puna Pau Krater spazieren ging und dort im Schatten eines Busches die zwei bösen Dämonen Hiti Rau und Nuko Te Mango im Schlaf überraschte. Weil es so heißt war und sie sich unbeobachtet fühlten, hatten sie sich ausgezogen und lagen nackt am Boden. Der König Tuu-ko-ihu sah, dass die Dämonen kein Fleisch auf den Rippen hatten, sondern nur aus Kopf, Gerippe und Unterleib bestanden. Zu Haus setzte er sich hin, schnitzte ihre Ebenbilder und hing sie in seiner Hütte auf. Steinbruch Puna PauAls die beiden Dämonen an seiner Hütte vorbeikamen und ihre hässlichen Ebenbilder sahen, erschraken sie derart, dass sie vor Scham und Angst, sie würden sich lächerlich machen, fortan diese Hütte mieden. Seither galten die Moai Kavakava als Abbilder zum Schutz vor bösen Geistern.

Seit einigen Jahren ist die zuständige Verwaltung für den Nationalpark Osterinsel dabei, die Kulturdenkmäler zu schützen. Konnte man früher ungehindert durch den Krater wandern und die Pukao´s besteigen, so ist dies zwischenzeitlich untersagt. Die Nationalpark-Behörde hat auf der Insel Wachen aufgestellt, doch die Insel ist einfach zu groß als dass überall die Vergehen der Touristen auch geahndet werden könnten. Zum Schutz der Kulturgüter sollte man freiwillig die Verbote der Nationalparkverwaltung einhalten, damit auch nachfolgende Generationen die Wunderwerke auf der Osterinsel bewundern können.

** König Tuu-ko-ihu war der Schwager und Gefolgsmann des legändären Königs Hotu Mautá.

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