Badestrände auf der Osterinsel
Badestrände auf der Osterinsel
Obwohl
die Osterinsel eine Küstenlinie von immerhin 58 Kilometer besitzt,
bietet die Insel im Verhältnis zu anderen Südseeinseln
so gut wie keine Badestrände. Der Grund, die Osterinsel liegt
auf dem ostpazifischen Rücken und wurde geformt von drei
Vulkanen,
die erst nach 3.000 Meter die Meeresoberfläche erreichen. Entsprechend
schroff und unzugänglich sind die Küsten rund um die Insel.
Dennoch gibt es einige wenige Stellen die den Zugang zum Meer bieten
und auch für Touristen zugänglich sind.
Anakena Strand:
Der
schönste Strand findet sich an der nordwestlichen Seite der
Insel in Anakena. Anakena ist allerdings rund .... Kilometer von
Hanga Roa entfernt und mehr oder weniger nur mit einem gemieteten
Fahrzeug zu erreichen. Hier aber erwartet dem Besucher ein weißer
Sandstrand, perfekt zum Sonnen, Baden oder auch zum Tauchen. Der
Anakena Strand wird umrahmt von einem wunderschönen Kokospalmenwald.
Ganz in der Nähe befinden sich zwei interessante Zeremonie-Anlagen:
Die Anlage "Ahu Nau Nau"
besteht aus insgesamt 7 Moai´s, davon tragen 4 Hüte,
die so genannten "Pukaos". Diese Anlage ist ca. 60 Meter
lang und 12 Meter breit; sie wurde 1978 restauriert.
Auf der Anlage "Ahu Ature
Huki" steht ein einzelner Moai, 6 Meter hoch und 30 Tonnen
schwer. Dieser Moai
wurde 1956 von dem norwegischen Forscher Thor
Heyerdahl in einem Versuch mit Einheimischen auf traditioneller
Art wieder aufgerichtet.
In den mündlichen Überlieferungen der Rapa Nui heißt
es, der legendäre König
Hotu Matua und Gründervater aller Rapa Nui sei in der
Anakena Bucht mit seinem Gefolge gelandet und hier sei auch sein
ältester Sohn Tuu Maheke geboren.
Der Ethnologe Alfred Métraux bringt die Anakena-Bucht
mit den zwei geflohenen Langohren in Verbindung, die zunächst
das Massaker auf der Poike-Halbinsel (um 1680) überlebt
hatten. Laut Métraux sollen sich die zwei Langohren in
der Höhle Ana Vai versteckt haben, bis sie von den Kurzohren
dort aufgespürt wurden. In dieser Legendenversion sollen
die Kurzohren beide Flüchtlinge am Leben gelassen haben
(in anderen Legendenversionen blieb nur einer am Leben).
In der Hauptsaison von Dezember bis März stellen Einheimische
einige Hütten bzw. Verkaufsstände auf und bieten den
Touristen Getränke, Bananenkuchen oder auch einfache Gerichte
an. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten der Vulkane finden
sich in der Nähe auch viele Höhlen.
Ovahe
Strand:
Etwas weiter rechts zwischen Anakena und La Perouse befindet
sich am Fuße eines vulkanischen Felsens der so genannte
Ovahe Strand. Ovahe ist zwar nicht so spektakulär wie Anakena,
hat aber auch einen schönen Sandstrand der nicht weiß
sondern etwas rötlich schimmert. Ovahe ist bei weitem nicht
so frequentiert wie Anakena; zwischen dem Badevergnügen im
Meer bietet dieser Platz aber Ruhe zum Bräunen, sowohl in
der Sonne als auch im Schatten der Felsen. Außerdem hat
man hier einen leichten Zugang zu einer Höhle mit einem wunderschönen
Blick auf den Pazifik. Allgemein wird vor Ovahe allerdings wegen
möglicher Steinschläge und Haie im tieferen Wasser gewarnt.
Playa Pea - der kleine Strand in Hanga
Roa
Wenn
Sie die Osterinsel besuchen und dort auch übernachten, dann
müssen Sie nicht unbedingt zum Sandstrand Anakena fahren,
um dort Ihr Badevergnügen zu erleben. In Hanga Roa liegt
unweit des Restaurants "Pea" eine kleine Bucht die von
den Rapa Nui nach und nach von einem "Mini-Badestrand"
für Einheimische zu einem kleinen Naturschwimmbecken für
Touristen umfunktioniert wurde. Wenn das Wasser warm genug ist,
kann man hier besonders zu Beginn eines Tages aber auch Einheimische
sehen, die sich ihr morgendliches Badevergnügen nicht entgehen
lassen möchten.
Die Anlage mit dem gleichlautenden Namen "Playa Pea"
bietet einen ganz kleinen sandigen Strand, aber auch eine befestigte
Uferböschung mit einer Steintreppe. Das Zugang zum Pazifik
wurde mit einem Schutzwall aus Steinen von der Küste abgetrennt
und bildet auf diese Weise ein geschütztes Naturwasserbecken.
Es ist somit auch für Menschen geeignet, die eher vorsichtig
ins Wasser gehen möchten. Außerdem ist Playa Pea der
beste Ausgangspunkt für Surfer, sowohl für Profis als
auch für Anfänger.
Hanga Vare Vare (Poko)
In der Nähe des Playa Pea befindet sich direkt neben der
kleinen Ahu Anlage "O'rongo" eine kleine Parkanlage
mit der Bezeichnung "Hanga Vare Vare", von den Einheimischen
auch "Poko" genannt. Hanga Vare Vare wird regelmäßig
als Veranstaltungsanlage genutzt und ist entsprechend für
Toruisten hergerichtet. Unter anderem befinden sich hier auch
ein Naturschwimmbecken mit angegliederten Umkleidekabinen, sowie
Liege- bzw. Picknickflächen. Die Anlage wird von originellen
Steinskulpturen aus rotem Tufstein flankiert, die anläßlich
eines Wettbewerbes 1999 von Künstlern erschaffen wurden.
Zugegeben, Playa Pea und Hanga Vare Vare können in keiner
Weise mit den Stränden von Anakena oder Ovahe mithalten,
aber für ein Picknick in der Südseesonne und das Gefühl,
auch auf der Osterinsel gebadet zu haben, sollte es reichen.
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