Das Sebastian Englert Museum auf der Osterinsel

Das Sebastian Englert Museum auf der Osterinsel


Anthropologisches Museum von Pater Sebastian Englert


Das Sebastian Englert Museum auf der OsterinselDas Museum von Pastor Sebastian EnglertEtwas abseits von Mataveri (Teil von Hanga Roa) befindet sich das

Anthropologische Museum von Pater Sebastian Englert
, das man als Tourist der Osterinsel unbedingt einmal besuchen sollte. Obwohl die 179 Quadratkilometer große Osterinsel ein einziges "Freilichtmuseum" ist und die Ureinwohner eine einzigartige Kultur geschaffen haben, hat das Museum allerdings relativ wenige Originalartefakte zu bieten. Die schönsten, wichtigsten und wertvollsten Sammlerstücke sind in Museen über die ganze Welt verstreut. Dazu gehören die noch existierenden Rongorongo-Schrifttafeln, aber auch die schönsten Moai Holzdarstellungen und natürlich auch der Moai "Hoa-haka-nana-ia" im Britischen Museum.

Moai-Auge aus KorallengesteinDas interessanteste Ausstellungsstück des Museums dürfte wohl ein Moai-Auge aus weißem Korallenkalk sein. Die Fragmente des Auges wurden vom Rapa Nui Archäologen "Sergio A. Rapu" 1978 bei Ausgrabungsarbeiten an der Ahu-Anlage Nau Nau in der Anakena-Bucht gefunden. Der Norwegische Forscher Thor Heyerdahl hatte 1955/56 zwar ein ähnliches Fragment Stück gefunden, doch nicht als ein Auge von einem Moai erkannt.

Pater Sebastian EnglertDas Museum trägt mit "Museo Antropologico Padre Sebastian Englert" den Namen des Kapuzinermönches Sebastian Englert, der in der Zeit von 1937 bis 1968 auf der Osterinsel wirkte. Als Englert auf die Osterinsel kam, gab es nur noch wenige Rapa Nui auf der Insel. Viele Ureinwohner waren an Lepra erkrankt und bis dato fühlte sich niemand verantwortlich, sich um die Kranken zu kümmern.

Sebastian Englert verstand sich nicht nur als Missionar sondern auch als jemand, der das Leben der Ureinwohner und die Geschichte der Osterinsel für die Nachwelt erhalten wollte. Unter anderem kartographierte er die Lage und Anzahl der Moai´s, erlernte die Rapanui Sprache, schrieb Bücher und publizierte in wissenschaftlichen Zeitschriften.

Nach dem Tod Englert´s im Jahre 1968 wurde 1973 bei der "DIBAM" (Abteilung für Bibliotheken, Archive und Museen de Chile) die Idee eines Museums auf der Osterinsel geboren, vor allem, um dort die gesammelten Objekte und Dokumente von Pater Englert zu bündeln. 1975 wurde das erste Gebäude auf der Insel bezogen, um dort sämtliche Artefakte zur Insel zu lagern. 1978 kam zu dieser Sammlung das bis heute wertvollste Artefakt hinzu, das Auge eines Moai´s aus Korallenkalk.

Ausstellungsräume Sebastian Englert Museum auf der Osterinsel1985 wurde mithilfe japanischer Sponsoren die heutige Museumshalle errichtet; im Gegenzug erhielten die Japaner einen Moai als Dauerleihgabe, der in Osaka aufgestellt wurde. In den Jahren 1986/87 wurde das heutige Verwaltungsgebäude mit finanzieller Unterstützung Chiles errichtet. 1994 wurden mit deutscher Unterstützung die Räumlichkeiten für Archiv und Forschung ausgebaut. 1997/98 wurde ein Content-Management-System zur Archivierung und ordnungsgemäßer Aufbewahrung der Asservate eingerichtet. Seit 1999 sind die wichtigsten Artefakte auch den Besuchern zugänglich.

Umfangreiches Archiv im Sebastian Englert Museum auf der OsterinselSeit 2001 gibt es im Museum eine umfangreiche Bibliothek, die so gut wie sämtliche Veröffentlichungen rund um die Osterinsel archiviert hat. Ein großer Teil hiervon stammt aus der Privatsammlung des Archäologen William Mulloy. Unter anderem kann das Museum mehr als 5500 Artikel wie Nachdrucke, Feldnotizen, Zeitschriften oder auch Kartenmaterial präsentieren. Der überwiegende Teil des Materials ist auf Englisch (56%), rund 30 Prozent sind in spanischer Schrift und die übrigen Publikationen sind in Deutsch, Französisch oder Italienisch. Zwei Bücher sind zweisprachig, und zwar Rapanui-Spanisch.

Außerdem bietet das Museum ein Archiv mit rund 15.000 Notizen über archäologische Fundstücke (gebunden in 39 Bänden, beginnend mit dem Jahr 1840) und rund 5000 Fotografien in Papier- aber auch in digitaler Form, beginnend mit dem Jahr 1910. Dazu kommen dann noch Videokassetten, DVDs oder CD-Roms von allen bekannten Dokumentationen; seit 2004 wird auch eine Sammlung von Audio-Dateien mit Liedern und Musik der Rapanui zusammengestellt. TOP

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