Pu O Hiro - Die Trompete des Hiro
Pu O Hiro
 An
der Nordküste der Osterinsel, zwischen den Ahu-Anlagen "Mahatua"
und "Hekii" findet man einen Stein, der eine eigenartige
Geschichte aufzuweisen hat: Der Stein nennt sich "Pu O Hiro"
was übersetzt in etwa heißt: "Die Trompete
des Hiro". "Hiro", der große Seefahrer
der polynesischen Mythen, galt auf der Osterinsel als der Gott des
Regens.
Bei der Trompete des Hiro handelt es sich um einen etwas länglich
runden Stein (viele sagen, er gleiche einem Phallus), der natürliche
Löcher aufweist. Die alten Rapa Nui hatten eine abergläubische
Ehrfurcht vor diesem Stein, der mit zahlreichen symbolischen Darstellungen
weiblicher Vulvas bedeckt ist. Der Nordwind soll dem Stein einen
dumpfen, melancholischen Ton, wie aus einer großen Muschel,
entlocken können.
Die Überlieferung der Rapa Nui besagt: Bläst man in den
Stein hinein und schafft es, dem Stein ebenfalls Töne zu entlocken,
dann kommen die Fische scharenweise an die Küstenlinie geschwommen
und warten nur darauf, von den Fischern gefangen zu werden.
Der Pu O Hiro soll ursprünglich in der Nähe von Hanga
Roa gestanden haben, wurde aber im Laufe von Stammeskriegen immer
wieder gestohlen und letztmalig hier an der Nordküste aufgestellt.
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