Erich von Däniken und die Osterinsel
Erich von Däniken und die Osterinsel
Der
Schweizer Erich von Däniken, ein Fantast und Visionär,
brachte die Osterinsel mit
Außerirdischen in Verbindung und sorgte als Bestseller-Autor
dafür, dass Millionen von Menschen sich überhaupt erst
mit dieser Insel beschäftigten. In seinen Thesen die er Ende
der 1960er Jahre veröffentlichte und mit einer unglaublich
überzeugenden Darstellungskraft auch in persönlichen Auftritten
vortragen konnte, sollen Außerirdische auf der Osterinsel
gestrandet sein und mehr oder weniger aus Langeweile die Moai´s
(mit einer uns unbekannten Technologie) aus dem "harten"
Felsgestein des Rano Raraku geschnitten
haben. Die fertigen Moais sollen die Außerirdischen mit einer
(uns unbekannten) Hebetechnik über die Insel zu ihren heutigen
Standorten verbracht haben. In
der Nähe des Ahu Ra'ai (am Papa
Vaka) will Däniken in einer Petroglyphe
die Darstellung eines Strahlentriebwerkes für Raumschiffe erkannt
haben und bei dem Ahu
Atanga soll es sich um die Nachbildung einer Startrampe für
Raumschiffe handeln. Als die gestrandeten Außerirdischen dann
endlich gerettet wurden, hätten sie die noch unfertigen Moai´s
am Rano Raraku einfach
liegen lassen. Die Oster-Insulaner hätten dann noch versucht,
die Figuren aus dem Fels zu schlagen, seien aber aufgrund der Härte
des Gesteins mit ihren Steinäxten daran gescheitert und hätten
ihre Äxte bzw. Meißel Vorort einfach liegen lassen.
Laut Wikipedia hat Erich von Däniken rund 62 Millionen
Bücher verkauft; zwei seiner Bücher wurden sogar verfilmt
und andere Filme haben sich an die Ideen Dänikens angelehnt.
Wirklich beweisen konnte Däniken seine Fantastereien nicht
und so wie er gerne alles ignoriert, was nicht zu seinen Theorien
passt hat er auch keine Probleme damit, sich von seinen Behauptungen
in einer sympathisch eleganten Art und Weise wieder zu distanzieren.
So meint Däniken 1993 in einer von SAT1 ausgestrahlten TV-Serie
(Auf
den Spuren der All-Mächtigen), wer Humor hat, kann
hinter der Tintenfisch-Petroglyphe ohne weiteres die Konstruktion
eines Strahlentriebwerkes erkennen. Den Transport der Moai´s
mit Raumschiffen von Außerirdischen bezeichnet er nun plötzlich
als "absurden Gedanken" und kommentiert sogar eine
Computersimulation für den Transport von Moai´s mittels
Baumstämmen, obwohl er in seinen frühen Werken die
mögliche Existenz von Bäumen auf der Osterinsel verneint
hatte.
Erich von Däniken selbst war Zeit seines Lebens ein Fantast
mit dem festen Glauben an Außerirdische. In seinen jungen
Jahren steckte Däniken seine verfügbaren Finanzmittel
bereits in präastronautische Gedanken und Skripte und vergaß
dabei völlig, dass er diese Mittel eigentlich für ein
Restaurant- bzw. Hotelgewerbe hätten reservieren müssen,
für das er als Geschäftsführer verantwortlich war.
So wurde Däniken dann 1970 wegen Betruges und Urkundenfälschung
zu 3 1/2 Jahren Zuchthaus verurteilt. Während dieser Zeit
wurde sein erstes Buch aus dem Jahre 1968 "Erinnerungen
an die Zukunft" von Harald Reinl verfilmt, wofür
es sogar eine Oscar-Nominierung gab. Erich von Däniken hat
in seinem Leben mehr als 20 Sachbücher verfasst; in den 1990er
Jahren produzierte Däniken die oben bereits erwähnte
25-teilige SAT1-TV-Serie "Auf den Spuren der All-Mächtigen"
und andere TV-Dokumentationen. Seit 2006 steht Däniken zu
seiner Behauptung, er selber habe 1987 Kontakt mit einem Außerirdischen
gehabt, er betont aber immer wieder, dass er kein Ufologe sei.
 Die Ahu-Anlage "Atanga", die Däniken als Nachbildung
einer Ufo-Startrampe identifiziert haben will, soll er persönlich
niemals in Augenschein genommen haben. In verschiedenen Veröffentlichungen
zu diesem Thema wird gesagt, Däniken habe während seines
Aufenthaltes auf der Osterinsel (23.09.68 bis 19.11.1968) einen
Einheimischen Geld gegeben, damit dieser mit einem Fotoapparat
die Anlage fotografiert. Die Ahu-Anlage Atanga befindet sich
am nördlichsten Zipfel der Osterinsel und ist aufgrund der
vielen herumliegenden Gesteinsbrocken lediglich zu Fuß oder
mittels Pferd zu erreichen. Es heißt, Däniken sei
dieser Weg einfach zu weit und beschwerlich gewesen.
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